Der größter Hersteller von AKWs baut Windräder

Die Windenergie boomt weiter. Nicht nur E.on und RWE setzen auf Windkraft. Jetzt will auch der weltgrößte AKW-Bauer, der französische Atomenergiekonzern AREVA groß einsteigen.

Schon bisher hielt AREVA 30 Prozent der Aktien des deutschen Windradherstellers Repower in Hamburg. Doch jetzt will der französische Atomgigant auch Windgigant werden. Motto: AKW + WKA (Windkraftanlagen) und 100 Prozent der Aktien von Repower übernehmen. Repower ist Technologieführer bei Offshore-Windanlagen im Meer.Auch bei den größten Atomfreunden ist die Erkenntnis angekommen, dass ihr Uran zu Ende geht und der Wind “ewig” weht und nichts kostet. Den Stoff für die Windenergie gibt es ebenso kostenlos und für alle Zeit wie den Stoff für Solarenergie.Nach Bekannt werden des Deals am Wochenbeginn stieg die Repower-Aktie um 27 Prozent.“Wir sind davon überzeugt, mit Repower das richtige Unternehmen gefunden zu haben, um im viel versprechenden Windenergiemarkt mitzuwirken”, betonte Areva- Chefin Anne Lauvergeon im Gesprach mit WELT KOMPAKT: Management und Firmenstruktur sollen nach der Übernahme nicht verandert werden. Für das weitere Wachstum werde Repower finanziell “mit allem ausgestattet, was das Unternehmen braucht”.Das Hamburger Unternehmen habe bei Windkraftanlagen auf hoher See einen technologischen Vorsprung. Für dessen Ausbau und die Expansion in schnellwachsende Markte wie die USA, China und Indien wolle Areva den Deutschen finanziell unter die Arme greifen, versprach Lauvergeon. Repower-Chef Fritz Vahrenholt nannte Areva “den richtigen Partner an unserer Seite” und begrüßte die Absicht, in Deutschland ein “weltweites Kompetenzzentrum für Windenergie” zu bauen. Repower, das im Jahr 2001 aus einem Zusammenschluss kleinerer Firmen entstanden war, erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 740 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Bei Areva arbeiten rund 58.000 Beschaftigte. Das Energieunternehmen bilanzierte im Jahr 2005 einen Umsatz von gut 10 Milliarden Euro.

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