Mobiltelefonieren ist ja auch nicht ganz unumstritten, sowohl wegen des Elektrosmogs als auch wegen des giftigen Elektoschrotts in Handys. Aber auch hier ist es für jedermann möglich, darauf zu verzichten. Nun gibt es zumindest eine relative gute Alternative, die das Telefonieren mit einem grünen Zusatznutzen verbindet. Ein Angebot für die LOHAS unter uns, die telefonieren und gleichzeitig spenden. Einen Preisvergleich mit sonstigen Angeboten habe ich nicht vorgenommen, also solltest Du selbst prüfen, ob die Tarife nicht nur grün sondern auch fair sind.

Der Münchner Handy-Provider Talkgreener wird nun aber eine neue Runde des ökologischen Telefonierens eingelautet – aber am Prozess des Telefonierens andert sich nichts.
Ähnlich wie Tschibo oder Aldi arbeitet Talkgreener als MVNO (Mobile Virtual Network Operator) und nutzt das Netz von Vodafone. Für jeden Kunden pflanzt Talkgreener in Kooperation mit dem WWF einen Baum in Borneo und überweist fünf Prozent der Gesprachseinnahmen an eine Organisation eigener Wahl.
Als Einführungs-Marketing-Kampagne verschickt Talkgreener in den nachsten Wochen zudem 50 Millionen Recycling-Umschlage für alte Telefone. Talkgreener ist namlich eine Tochterfirma von Greener Solutions, bereits seit über fünf Jahren als Handyrecycler bekannt, außerdem Betreiber von Services wie schlafhandys.de, bei dem Erlöse aus dem Handy-Recycling dem deutschen Kinderhilfswerk zu Gute kommen. Die Firma hat zudem diverse Recycling-Aktionen von Vodafone durchgeführt.
Quelle: spiegel.de









Das halte ich ökologisch für eine Mogelpackung.
Hier wird weder ein Netz mit Zukunftsenergie betrieben, noch wird auf den problematischen Koltan-Abbau in Afrika eingegangen. Eigentlich wird auf nichts reagiert, wofür die Mobilfunkbranche kritisiert wird.
Was hier eigentlich passiert ist eine konsequente Anwendung eines modernen Maketing Instruments (Cause Related Marketing), das allein der Verkaufsförderung dient. Es geht davon aus, dass die Mehreinnahmen durch den Imagetransfer, das, was letzendlich wirklich gespendet wird, in jedem Fall übersteigen. Die ökologische Motivation ist dabei hintergründig, wie z.B. bei Volvic und Krombacher.
Hallo Christian,
danke für den Kommentar.
Du hast Recht, dass der Service nicht konsequent ökologisch gedacht ist. Aber ich denke, es ist besser, Werbebudgets fließen in die Ökologie als in die Taschen eines Promis z.B. Beckenbauer mit E-Plus.
Ich hab keinen plan was du möchtest Christian. Ich hoffe für deine Glaubwürdigkeit, dass du kein Handy hast
und keine Mobilnummern anwahlst. Wir sitzen hier beide am Computer und brauchen allein deswegen schon nicht
über Coltan aus dem Kongo reden. Die anderen Konzerne fahren dünne Imagekampagnen weil sie seit Jahren nicht
nachhaltig produzieren und Greener dagegen spendet, pflanzt Baume (die zwei jahre lang gepflegt werden, also
kein “fire and forget”-system) und recycelt Elektroschrott. Sicherlich um Geld zu machen, aber sag mir eine andere
Methode. Ein komplettes öko-Geschaftsmodell mit dem Argument zu zerfetzen, dass es nur Cause Related
Marketing ware spricht sicherlich für deine guten Kenntnisse in Sachen Marketing. Aber genau auch nur dafür.