Seminar zur Zielgruppe LOHAS

Trendforscher des Zukunftsinstituts von Mathias Horx organisieren am 21. Marz 2007 ein eintagiges Seminar mit dem Titel “Powerzielgruppe LOHAS – Der Wachstumsmarkt der moralischen Hedonisten (Lifestyle of Health and Sustainability)”

“Das Seminar richtet sich an Marketingverantwortliche aus Unternehmen und Agenturen, die sich mit neuen Zielgruppen und veranderten Lebensstilen beschaftigen. Die neue Kundengruppen für sich erschließen wollen und diese in ihrer Kommunikation mit den richtigen Worten erreichen müssen. Es wendet sich zugleich an Entscheider aus dem Produktmanagement, die die spezifischen Bedürfnisse der Lohas über innovative Angebote bedienen wollen”

Die Seminargebühr von 640,- € zzgl. MwSt. empfinde ich für ein Business-Seminar als angemessen.

Die Frage “Brauchen wir einen Marketingbegriff für unsere Werthaltung?” beschaftigt mich und auch meine Kommentatoren.

Christian Noll schreibt in einer Mail auf meinen Xing-Account dazu:

Was ich mit LOHAS anfangen soll, weiß ich nocht nicht. Ich glaube
eine Community braucht kein Label um sich als solche zu begreifen.
Das kommt immer von außen.

Reto Stauss vom Blog nachaltig beobachtet schreibt in einem Kommentar zu meinem Beitrag “Ist Prinz Charles ein LOHAS

Die Marketingindustrie liebt es, Zielgruppen zu identifizieren und griffig zu benennen.

Ich persönlich benutze solche Marketingbegriffe sehr gerne, einerseits da sie in meiner Wirklichkeitskonstruktion Komplexitat reduzieren und vielleicht einfach auch nur, weil ich auf Buzzwords stehe.

Ich weiß aber, dass die Gemeinschaft der wertorientierten Menschen mit und ohne das Busswords LOHAS wachsen wird. Dennoch bin ich überzeugt, dass durch diesen Begriff die öffentliche Wahrnehmung der kulturell-kreativen Bewegung erleichtert wird. Und das ist ein wirklicher Nutzen meine ich.

2 responses to “Seminar zur Zielgruppe LOHAS”

  1. nachhaltigBeobachtet

    Über den Gartenzaun … [W0707]

    … geschaut: die wöchentliche Rundschau.

    Print

    Schwermetalle: Bremsbelage als größte Schmutzquelle: Durch den Straßenverkehr gelangen mehr Schwermetalle in die Umwelt als durch Emissionen …

  2. Renée Schauecker

    Was ich bei der Betrachtung hier etwas seltsam finde (die anderen Diskussionen zu dieser Zielgruppe kenne ich nicht – für mich ist dieser Begriff neu) betrifft die Kopplung von wertorientierten Menschen und Hedonisten. Vorausgesetzt wertorientiert wird hier nicht in einem allgemeinen Sinne verwendet, nachdem ja auch Hedonisten ihre Werte haben. Sondern jene Werteorientiertheit, die auch auf Nachhaltigkeit, Fairness und Respekt gegenüber den Produzenten abzielt. Das scheint irgendwie nicht zu passen.

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