“Ivy-World” LOHAS-Printmagazin am Ende

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Vor einigen Wochen haben wir mit Alexander Böker, Chefredakteur des LOHAS-Printmagazins Ivy World gesprochen und erfahren, dass ein Fortbestehen des Print und Online-Formates bei Burda intern diskutiert wurde.

So ist jetzt nach zwei regionalen Testanlaufen Schluss, wie der Pressemeldung von Burda zu entnehmen ist. Dabei wird keine “ausreichende wirtschaftliche Basis für das Testprojekt IVY” gesehen.

Die Internetseite ist dabei eng mit dem Printmagazin verknüft. Das außert sich u.a. darin, dass ivyworld.de auch mit sofortiger Wirkung stillgelegt wurde.

Dabei findet sich kein Eintrag in den letzten Posts der Ivy-Besatzung. Sehr sehr schade. Michalis Pantelouris von Ivy erklart dazu, dass sie vom Abschalten der Seite kalt erwischt wurden, “quasi mit den Fingern auf der Tastatur”.

So wenig nachhaltig geht also ein großes Verlagshaus mit seiner Community und seinen Mitarbeitern um. Bei Burda scheint ein wesentlicher Aspekt des Cluetrain Manifests noch nicht angekommen zu sein: Markte sind (wieder) Gesprache und das ganz besonders in der New Green Economy.

Ich bin der Meinung, dass es ein deutsches LOHAS-Print-Magazin geben wird. Wenn nicht von Burda, dann vielleicht von anderen Verlagen.

via: best-practice-business


5 responses to ““Ivy-World” LOHAS-Printmagazin am Ende”

  1. Sjörn Plitzko

    Also, das finde ich wirklich schade, gerade wegen Fred…
    Aber das mit dem Utopia-Printmagazin hört sich spannend an, da bin ich mal gespannt was daraus wird. Eventuell bloggenswert.

  2. Manuel

    Es zeigt vor allem, wie wenig ernst man die angepriesene Web-Print-Kombination genommen hat. So wurde noch im ersten Heft groß angekündigt, dass es eine enge Verzahnung geben sollte, und daraus wurde aber so nichts – da eben der Markt wohl noch nicht reif für ein derartiges Magazin zu sein scheint…
    Wenn man gehassig argumentieren würde, könnte man sagen, dass die Webseite halt somit kein Lebenszweck mehr hatte – und auch nie als eigenstandige Community konzipiert wurde, wie z.B. Utopia.de

    Mehr dazu in meinem kleinen Fazit, an welchem ich noch feile.

  3. Reto

    Hier ist also einfach ein findiges Unternehmen in eine sich abzeichnende Marktlücke gesprungen und hat das Projekt jetzt gekippt, als die Zahlen nicht stimmten. Das ist irgendwie auch der Grund, dass ich kaum Sympathien aufbringen für mit der grossen Kelle und von “Profis” angerichtete “Initiativen”. Für mich hat alles, was mit Community zu tun hat, viel mit “Bewegung” zu tun, welche nie in Geld aufzuwiegen, sondern Selbstzweck ist. Schaun mer mal wo das bei Utopia hinführt …

  4. Manuel

    Hier noch, wie versprochen, mein Fazit:
    http://www.vital-genuss.de/nachdenken/warum-scheiterte-ivyworldde.html

    Ich würde übrigens wetten, dass es auch zum Jahresende kein LOHAS-Magazin geben wird. Zumindest ist man ja bei Utopia nicht wirklich von normalen Print-Titeln angetan, das schrieb mir im Marz zu dem Gerüchte-Artikel ein gewisser Daniel Überall.

  5. Anna

    Sehr schade! Ein sehr ambitioniertes Projekt, das es hatte schaffen können – ganz sicher und wann, wenn nicht jetzt! Tut mir besonders leid, da Michalis wirklich den Eindruck machte, dass er mit allem Herzblut und Idealismus dahinter stünde.

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