Was macht nachhaltiges Design wirklich aus?

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Mit dem Titel “The Designer’s Field Guide to Sustainability” promotet ecolect, einer Plattform für nachhaltiges Design, eine Anleitung für das Designen nachhaltiger Produkte.

Step by step in  15 Schritten wird erklart, was nachhaltige Kreationen ausmachen.

Aber was bedeutet nachhaltiges Design denn eigentlich? Die Versöhnung von Natur und Gestaltung, von modernem Design und ökologischem Anspruch? Ist nicht die Zeit vorbei, in der Produkte einfach nur schön sein brauchten?

Ästhetik Kunst und Form sind wichtige Eckpfeiler der LOHAS-Werte aber genauso wichtig ist doch die Fusion von inneren und außeren Werten: Neben der Qualitat eines Produktes ist doch vor allem auch  der gesamte Lebenszyklus eines Produktes ausschlaggebend.

Also alle sozialen und ökologischen Aspekte des Produktes und seiner Bestandteile von Beginn bis hin zur Wiederverwertung.  Cradle to Cradle (versus Cradle to Grave”) bedeutet am Ende ein Design, dass unmittelbar und direkt verzahnt ist mit der Wirklichkeit des Produktes.

via: andersdenken

2 responses to “Was macht nachhaltiges Design wirklich aus?”

  1. Dagmar Reichardt

    Welche Bedeutung das Wort „nachhaltig“ in der Wirtschafts- und Werbewelt eingenommen hat, können wir mit dem Einfluss des Begriffs „ganzheitlich“ vor Jahren im Gesundheitsbereich vergleichen. Dort revolutionierte diese Klammer eine ganz neue Sichtweise auf das Feld Krankheit und Gesundheit, Behandlung und Therapie. Die bestehende, bzw. vorherrschende Schulmedizin wurde stark hinterfragt, weil sie durch die Komplexitat der auftretenden Krankheitsbilder immer öfter an die Grenzen ihrer Möglichkeiten kam. Der Mensch trat in den Mittelpunkt und wird seitdem mit seinem ganzen Umfeld, seiner Vergangenheit und seinen individuellen Merkmalen gesehen und behandelt.

    An einem ahnlichen Punkt scheinen wir uns jetzt im Produkt- und Konsumbereich zu befinden. Alte Strukturen, Angebotsargumente und Werbestrategien eigentlich genialer Produkte gelingen nicht mehr, finden keine Kaufer mehr. Der „Mehrwert“ fehlt, das Neue, Einzigartige kann mit bewahrten Argumenten keinen großen Markt erreichen. Der Konsument identifiziert sich nicht mehr damit. Es ist diese neue „Nachhaltigkeit“, ohne die heute keine Akzeptanz mehr möglich ist. Die veranderte Lebenseinstellung, die sich in der selbstverantwortlichen Gesunderhaltung, einer bewussten Ernahrung und in einer neuen Bescheidenheit ausdrückt, macht vor der Vielfalt des Angebots aller nur erdenklicher Produkte keinen Halt. Und das lasst hoffen, dass diese Veranderung von unten, der Basis, einer Revolution gleichkommt. Und damit der Erde und der Natur die notwendige Umkehr zur Erhaltung beschert. Ja, die Zeit scheint tatsachlich vorbei zu sein für Produkte, die einfach nur schön aussahen. Es ist die Zeit gekommen, in der es selbstverstandlich für das Design ist, ausschließlich in nachhaltigem, ressourcenschonendem Rahmen zu denken, zu handeln und zu produzieren. Es ist der Boden auf dem wir stehen, in der Luft, die wir atmen. Wir verantworten diese Qualitat persönlich in jeder einzelnen Kaufentscheidung.
    Dieser „Designer´s Field Guide to sustainibility“ wird vermutlich irgendwann in einem Museum hangen, und die Besucher werden kopfschüttelnd daran vorbeiziehen, unglaubig darüber, dass diese Haltung überhaupt einmal formuliert werden musste. Dann wird dies alles selbstverstandlich sein.

    Thich Nhat Hanh formulierte es so: „Wer tief in eine Blume schaut, der sieht eine Unzahl von Elementen, die zusammengewirkt haben, um die Blume zu ermöglichen. Berührst du die Blume, kannst du die Wolken berühren, die die Blume brauchte. Du berührst den Sonnenschein, denn ohne ihn gabe es keine Blume. Gehen wir noch tiefer, so sehen wir die Erde, die Mineralien, Zeit und Raum – alles in dieser Blume.“

    Wir werden ein neues Produkt nie mehr anders sehen können als in seinem Zusammenhang.

  2. Noel Klein-Reesink

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