Buchtipp: “Megatrends 2020″ – Kapitalismus mit Spirit

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Der aktuelle Titel des Spiegels “Not!Halt! Wer stoppt den freien Fall des Marktes” oder der des Economist “Capitalism at Bay” zeigen, dass sich die Experten noch nicht so richtig einig sind über die Entwicklung der Finanzkrise und wie er sich nun verabschiedet, der Kapitalismus. Doch eines scheint klar geworden zu sein: Der doch nicht so gute alte Kapitalismus ist am Ende.

In ihrem neuen Buch “Megatrends 2020” zeigt uns Trendforscherin Patricia Aburdene neue Wege und Lösungsansatze zu einer zukunftsfahigeren und bewussteren Wirtschaft, in dem Nachhaltigkeit, ethische Investments und Spiritualitat die wesentlichen Antriebsfaktoren im kommenden Jahrzehnt sein werden.

Dabei pragen Verantwortung, Werte und Spiritualitat ein neues Paradigma, das in den Markten schon heute sichtbar wird. Ethische Investmentfonds im siebenstelligen Bereich, Konsumenten, die ganz bewußt nach fairen und ökologisch produzierten Produkte suchen, und Führungskrafte, die ihre persönliche Erfüllung darin finden, Nachhaltigkeit und Wirtschaft zusammen zu bringen, zeigen, dass eine Ablösung des Shareholder Value-Denkens in vollem Gange ist!

Dieses Buch liefert sieben Megatrends und  zahlreiche Beispiele aus amerikanischen und deutschen Unternehmen, die verdeutlichen, dass der neue Geist in der Wirtschaft bereits Einzug halt.

Der Umsatzoptimierungskapitalismus mündet nun in einem neuen Zeitalter der “beseelten” Wirtschaft, in der wir alle die Synthese zwischen Ökonomie und Ökologie, zwischen Profitstreben und gesellschaftlicher Verantwortung leben müssen. Und das ist gut so, davon bin ich überzeugt.

via: Nadja Rosmann 

3 responses to “Buchtipp: “Megatrends 2020″ – Kapitalismus mit Spirit”

  1. Anna

    Danke Christoph, dass du es ansprichst. Stoßgebetartig schallt es aus Berlin “Wir wollen das Vertrauen der Bürger in das System” wieder herstellen. Mir stellt sich die Frage: Welches System denn nun? Denn, dass der laissez-faire Kapitalismus am Ende ist dürfte offensichtlich sein. Mal ganz abgesehen von dem Faktum, dass unsere Regierungen gerade über Teilverstaatlichungen ein de fakto anderes System schaffen.
    Mit einer absoluten Selbstverstandlichkeit werden hier Verluste sozialisiert, dass man nur noch staunen kann und als junger Mensch wütend wird. Zumal Wirtschaft und Industrie bereits wieder Entlastungen in Sachen Klimaschutz verlangen – auch das auf Kosten einer jungen Generation, die für die Folgekosten dieses Wirtschaftens aufkommen muss.
    Es wird Zeit, dass endlich ein umfassender Wandel in allen Bereichen Einzug halt und dabei sollte uns die grundlegende Erkenntnis leiten: Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, mit der es erschaffen wurde. (Albert Einstein).

  2. Noel Klein-Reesink

    Liebe Anna,

    Der Artikel ist zwar von mir, macht aber nix :) vielen Dank für deinen Kommentar.
    Umstande wie z.B. Finanzkrise und Klimawandel zwingen uns das alte “System” oder die Lehre des Neoliberalismus anders zu denken. Im Bereich Ethical Banking müssen klassische Kriterien wie Rentabilitat, Liquiditat, Risiko (…) mit ökosozialen Aspekten verbunden werden. Der Markt boomt: GLS, Triodos etc. haben doch ein riesen Potential nun aus dem Nischendasein in den Mainstream gehebelt zu werden.
    So auch schon seit langerem in den USA zu beobachten: Immer mehr Wagniskapitalgeber investieren verstarkt in GreenTech Startups und verbinden hohe Renditen mit einem nachaltigen Anspruch.

  3. Jan Schoenmakers

    Der Kapitalismus ist sicher nicht am Ende, wenn man damit ein System bezeichnet, bei dem Geld ein entscheidendes Austauschmedium, Markte das Forum zur Verhandlung über Arbeit und Produktion, und eine leistungsgerechte Vergütung die Grundlage der Resourcenverteilung ist.
    Er wird sich jedoch transformieren müssen, gerade wenn es darum geht, was als “Leistung” definiert wird und nach welchen Kriterien “Kosten” und “Gewinn” berechnet werden. Die bisher praktizierte Ignorierung von externen Effekten (und damit die Individualisierung von Gewinnen, aber die Sozialisierung von Verlusten und Schaden) führt auf jeden Fall in die ökologische und soziale Sackgasse und gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an.

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