Grüner wird’s noch … auch bei den Industriekonzernen der so genannten old economy. Versprochen.
Wie grün, das deutet die Financial Times letzte Woche an und titelt: „Klimawandel sorgt für grünes Wirtschaftswunder“. Good News – trotz drohender Weltwirtschaftstotalpleite, Teilverstaatlichungen und einem fast schon panischen Bemühen „das Vertrauen ins System“ wiederherzustellen.
Die Autorin Anja Steinbuch stellt richtig fest: „Es geht nicht darum, sich in der Öffentlichkeit als “öko” zu prasentieren, sondern um internationalen Wettbewerb. Unternehmen wie Siemens, Alstom, Deutz und Voith haben vor vielen Jahren bereits auf “grüne Technologien” gesetzt und damit die Weichen für die Zukunft gestellt. Diesem auch als Umwelttechnik oder “Cleantech-Branche” bezeichneten Wirtschaftszweig prophezeien Beobachter einen ahnlichen Boom wie zu ihrer Zeit der New Economy.“
Bosch goes Öko: Bosch kauft den Solarzellenhersteller Ersol – auch darauf verweist die Financial Times und schließt folgerichtig „Die Übernahme kommt einem Signal an die Branche gleich. Die Zeitenwende ist da: Wer jetzt nicht mitzieht, bleibt auf der Strecke“. Willkommen im 21.Jahrhundert.
Das Silicon Valley wird zum Green Valley und neidvoll schielt so mancher über den großen Teich. Dabei verweist die FTD sehr richtig darauf, dass deutsche Forschungsinstitute und Industrieunternehmen in Sachen effizienzsteigernde und ressourcenschonende Techniken schon seit 20 Jahren maßgeblich den Ton angeben. So zitiert die Autorin Thorsten Herdan, der Energieexperte beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) ist: “Maschinenbau ist Energietechnologie und damit auch Umwelt- und Klimaschutztechnologie”.
Photovoltaik made in Germany – exportiert nach Asien als „Zukunfts-Bestseller“: Laut FTD errichtete jüngst die Blaubeurener Firma Centrotherm Photovoltaics in Südkorea für den Schiffbaukonzern Hyundai Heavy Industries eine schlüsselfertige 250-Megawatt-Solarzellenfabrik.
Wendezeit! Greentech, Cleantech, Green Entrepreneurship – es ist nicht nur die Geburtsstunde neuer Technologien vor dem Hintergrund des Klimawandels. Es ist auch die langsame Erkenntnis einer jungen Generation, dass in Zukunft ein „lustvolles weniger“ mehr sein wird: Ein bewusster Lebensstil kombiniert mit dem Einsatz ressourcenschonender, hocheffizienter Technologien. Auch das: Versprochen. Nur eines nehmen uns die „grünen Technologien“ der Post-old-economy-Epoche nicht ab: Das Nachdenken – als Chance.
via: ftd.de
Dies ist ein Gast-Blogbeitrag von Anna Handschuh. Von Haus aus Kulturmanagerin mit Vertriebsmarketingerfahrung ist Anna Handschuh heute voller Herzblut im Marketing und Produktmanagement eines Naturkosmetikherstellers tatig.
Ihre Interessensschwerpunkte sind: Green Entrepreneurship und Öko-Lifestyle-Marketing.













Letzte Kommentare