4. Live Blogging vom Business-Forum CSR 2008

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Als nachstes spricht Dr. Johannes Merck von Otto / Aid by Trade Foundation, Hamburg uns spricht über “Saubere Baumwolle, Die Etablierung nachhaltiger Standards für den Mainstream Textilmarkt und die Chancen einer Nachfrageallianz am Beispiel Cotton made in Africa.”

“Wir haben mit einer Fülle von ökologischen Problemen zu tun”, sagt Herr Merck direkt zu Anfang und daran hat die Landnutzung der Textilbranche einen großen Anteil.

Das Projekt Cotton made in Africa verfolgt zwei strategische Ziele:

1. Verbesserung des Baumwollanbaus mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktion
2. Starkung der Wettbewerbsfahigkeit afrikanischer Baumwolle

Etwa 10% des Welt-Gesamtvolumens im Baumwollanbau findet in Afrika statt.  Dabei leben 20 Millionen Menschen von dem Rohstoff in der Baumwollproduktion, jedoch in anderen Dimensionen, als an anderen Stellen der Welt: Ein in Afrika bestelltes Feld betragt etwa ein Hektar und wird von einem einzigen Kleinbauern bewirtschaftet. Im Vergleich: Dazu hat ein amerikanischer Farmer im Schnitt 200 Hektar, die schließlich mit enormen Geldern subventioniert werden. In dieser Ungerechtigkeit des Welthandelssystems sieht Herr Merck die Möglichkeit für Cotton made in Africa anzusetzen. Cotton made in Africa ist eine Privatinitative um dieser globalen Fehlsteuerung zumindest ein Stück weit entgegenzuwirken.

Wie soll das gehen, die Verbesserung des Baumwollanbaus mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktion zu verbinden?

Es gibt Konkrete Zielvorgaben zur Prozentzahl der Kinder mit Grundschulausbildung, dem Wasser-, Dünger- und Pestizideinsatz und dem Zugang zu Markten, die den Bauern eine Existenz gewahrleisten, sollen eine Entwicklung fördern, die dann schließlich zu einem nachhaltigeren Baumwollanbau führt.

Dabei muss ich unbedingt erwahnen, dass Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang nicht den Anbau von Biobaumwolle beeinhaltet! Als Grunddafür nennt HerrMerk, dass sich die Mehrkosten für Bioanbau im Mainstreammarkt nicht von den Konsumenten übernommen würden. Die Kosten seien nicht transportierbar.- Nun, da bin ich anderer Meinung, aber dazu spater mehr….

Zur nachsten Frage: Welchen Standard braucht Baumwolle, die keine Mehrkosten verursacht?

1. kostenneutrale Standards

2. Schulungen der Kleinbauern um umwelt sozial vertragl. wirtschaften zu können: Das bedeutet keine Subventionierungen im Sinne des Faitrade

3. eine funktioniierende Wertwschöpfungskette

4. ein starkes Markenversprechen, was bedeutet einen neuen, zeitgemaßen Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen und den Menschen zu  helfen, aus eigener Kraft erfolgreich zu wirtschaften und ein neues Gütesiegel für Textilwirtschaft zu schaffen. Wenn im Anbau die sozialen und ökologischen Bedingungen verbessert werden, so steigert das die Attraktivitat der Marke, des Produktes, sofern dies gut kommuniziert wird.

Dabei versteht sich Cotton made in Africa nicht als eigene Brand, sondern eher als Ingredient/ Sub Brand als Zusatznutzen für  Marken wie Tom Tailor oder Puma.

Partner des Projektes sind z.B. der WWF, Otto Group, McCann Erickson, Tom Tailor oder accenture.

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