
Jetzt spricht mein guter Kollege Rolf Heimann. Sein Thema ist heute “Durchblick im Siegel-Dschungel. Über den Sinn und Unsinn von Labeln und Siegeln.”
Rolf Heimann ist Leiter der Abteilung Innovation und Ökologie bei dem Naturmodepionier hessnatur. Er beantwortet die Frage, was sollen die unterschiedlichen Siegel/ Label überhaupt bringen?
kurzer Einschub:Â Anton (von den armedangels) flüstert mir gerade ins Ohr, dass er gern den Lesern einen schönen Gruß bestellen möchte: Bitte schön!
Und jetzt wollen wir Rolf Heimann in den Labeldschungel folgen… Also, zurück zum Vortrag: Als absolute Grundbasis als Standard für Textilien ist die Bedarfsgegenstandeverordnung als gesetzliche Grundlage.
Aber: Dieses bezieht sich nur auf das fertige Textil, das dann Am Ende der textilen Kette beim Verbraucher ankommt.
Eine ganzheitliche Betrachtung sollte aber immer anhand der textilen Kette geschehen. Markenlabels von Pure Wear oder hessnatur machen es vor und haben z.T. schon eine ganzheitliche Betrachtungsweise mit ihren eigenen Labels entwickelt.
Rolf Heimann gibt gerade einen Überblick der Labels und kategorisiert sie dabei in “Faser Anbau Label” wie I.W.T.O., BCI, Cotton made in Africa, in “Naturtextil Label” wie GOTS, IVN best, Made By etc.
IVN: Ist das erste Label, welches die gesamte textile Kette in ihrer Denkweise aufgreift. Was bedeutet das im Einzelnen?
Es werden z.B. nur kontrolliert biologische Anbaumethoden der Fasern und in der Tierhaltung zugelassen, bei sozialen Kriterien sind Aspekte wie gerechte Entlohnung, keine Kinderarbeit, Gleichberechtigung etc. verlangt und im Produktionsprozess sind die toxikologische Bewertung der Hilfsmittel, keine Chlorbleiche, optische Aufheller grundsatzliche Bedingungen des Standards.
GOTS (Global Organic Textile Standard) ist das Label mit dem anspruchvollsten und höchste Standards bei der Produktion, Transport, Veredelung, Konfektion, Verpackung, Labelling, Export, Import (…). Der Standard umfasst Fasern, Garne, Textilien und Bekleidung und und basiert auf überprüfbaren Kriterien.
Labels für Sozialkriterien: Da ist nach Meiunung von Rolf Heimann die hollandische Fair Wear Foundation mit ihren Audits die glaubwürdigste Einrichtung. Die Standards basieren auf den internationalen anerkannten “Kernarbeitsnormen” der internationalen Arbeistorganisation.
Puh, das ist eine ganze Menge an Information, die ich hier verarbeite… aber: Um noch mal Ausgangsfrage zurückzukommen.. was bringen denn die Labels eigentlich dem Verbraucher? Nun, sie sollen dem Kunden eine Orientierung und Entscheidungshilfe für idie Bekleidung geben- allerdings mit extrem unterschiedlichen ökologischen und sozialen Ansatzen.













Gibt es diesen Vortrag irgendwo im Netz? Wir werden immer wieder gefragt, wie sich den die einzelnen Labels unterscheiden, es ist wirklich schwer den Überblick nicht zu verlieren, daher ware es super, das mal irgendwo gut zusammengefasst zu finden.
Hallo!!
Ich werde mal bei der Textilwirtschaft nachfragen.
Viele Grüße.
So. Ich habe einen Download-Link von der TW bekommen. Bitte kurze Email an noel at karma konsum . de
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