Gerade lese ich im Zukunftsletter, dass im Jahre 2007 etwa 170% mehr Menschen als im Jahr 2006 nach Santiago de Compostela gepilgert sind. Von 115.000 Pilgern waren es 14.000 Deutsche, die sich eine Auszeit vom Alltag genommen haben.
Sicher, viele von den Pilgern sind durch Hape Kerkelings Kassenschlager “Ich bin dann mal weg“ angeregt worden, sich auf den mühsamen Weg zu begeben. Ist diese enorme Zahl nicht aber auch ein Zeichen für ein Bedürfnis nach mehr Spiritualitat und Naturnahe? Zurück zum echten Erleben von Körper und Geist statt Ballermann oder Luxus Spa.
Ich glaube, dass sich in naher Zukunft im Bereich Tourismus noch einiges tun wird. Die Tourismusbranche hat ja in der Vergangenenheit sehr gut an den Deutschen verdient. Vielleicht zu gut, als dass sie -abgesehen von einigen Nischenanbietern- zu großen Innovationen gezwungen worden waren. Meinem Gefühl nach wird der Bedarf an Naherholung und echter Körper, Geist & Natur-Erfahrung deutlich wachsen.
via: Zukunftsletter











Das erinnert mich wieder an meine wunderbare Reise zum Berg Athos vor einigen Jahren. Die orthodoxe Mönchsrepublik liegt bekanntlich in Griechenland (http://de.wikipedia.org/wiki/Athos), in Chalkidiki, dem östlichsten der drei “Finger”.
Man darf nur als Mann und als unorthodoxer nur unter speziellen Auflagen einreisen. Ich wanderte 4 Tage mutterseelenalleine durch die wunderschöne, frühlingshafte Natur und schlief in den Schlafsalen der uralten Klöster. Der Tag begann um vier mit der Morgenmesse im Weihrauchdunst und um 6.30 stand man wieder vor dem Klostertor, auf dem Weg zum nachsten Kloster.
Und wie so oft schon auf Reisen, traf ich dort auf der Reise interessante “seelenverwandte” Menschen aus aller Welt, mit denen ich bis heute in Kontakt stehe. Das ist, neben der persönlichen Erinnerung, immer die wertvollste Erfahrung, finde ich.