Wahrend konservative deutsche Politiker den Beitrag zum Umweltschutz aufgrund der Wirtschaftskrise opfern wollen, hier mal zwei erfreuliche Nachrichten in diesem Kontext:
Laut einer amerikanischen Studie (hier der Link zur Pressemeldung) wollen 80% der CSR-Manager in den USA (es wurden 65 CSR-Verantwortliche von Fortune 500 Unternehmen befragt) trotz der wirtschaftlichen Situation ihr Budget für den Umweltschutz beibehalten oder sogar ausbauen. Das wichtigste Investment für ein Unternehmen sei es, in Energieeffizienz zu investieren. Kostenreduzierung, Umsatzgenerierung und Marketing (aha, hier sind sie wieder die kritischen Konsumenten!) seien dabei die größten Treiber der CSR-Aktivitaten.
via: greenbiz.com
Auch in der europaischen Finanzwirtschaft hat der Klimawandel trotz Finanzkrise oberste Prioritat: So wollen führende Finanzinstitute wie Crédit Agricole, HSBC, Münchener Rück, Standard Chartered und Schweizer Rück den Klimaschutz in ihrem Kerngeschaft verankern, weil sie den Klimawandel als größtes langfristiges Problem ansehen und verpflichteten sich zu den „Climate Principles“ (CP), den sie als internationalen Strandard etablieren wollen.
via: handelsblatt.com











Naja klingt ja so erstmal ganz gut Das Problem wird sein, dass wenn dort die Investitionen gleich bleiben sollen, werden sie woanders eingespart. Und wo? Bei den Mitarbeitern.
@ BLZ: Nicht zwangslaufig. Das finde ich etwas einseitig in der Argumentation. Ich denke, einige Unternehmen haben aus der letzten Krise auch gelernt, dass man unter einen gewissen Grundstock an Mitarbeitern nicht gehen darf, will man wettbewerbsfahig bleiben. Insbesondere dann wenn “DIE Krise” sich dem Ende neigt. Nicht vergessen: Die Welt geht nicht unter. Lieber mal schauen, was andere Lander machen. Siehe Anwendung des Cradle-to-Cradle Prinzip in den Niederlanden. Das sind “Wege aus der Krise” und das schafft spatestens mittel- bis langfristig neue Arbeitsplatze. Das wissen die von Christoph genannten Versicherer offensichtlich…
Der Zyniker in mir sieht da neben der offensichtlichen Kosteneinsparung auch, dass die Unternehmen evtl. einfach eher auf die gebildete Mittelschicht als KonsumentInnen abzielen, weil diese durch Position und Vermögen erst vergleichsweise spatervon der Krise getroffen werden als die praktisch arbeitende Unterschicht.
Andererseits gibts ja mittlerweile auch genug etablierte Bewertungssysteme wie z.B. LEED, die Energieeinsparungen betriebswirtschaftlich handhabbar und vor den Shareholdern rechtfertigbar machen. Vielleicht kann man hier also tatsachlich eine langerfristige Entwicklung erahnen.