Alternative Medizin im Spiegel der Wissenschaft

Ich habe ja öfter gesagt, dass der Aspekt “Health” aus dem Begriff LOHAS völlig unbeachtet in der LOHAS Debatte bleibt. Das will ich ändern, da ich ja als Yogalehrer einen guten Zugang zur alternativen Gesundheitsszene habe.

Hier ein wirklich guter Artikel aus dem Wall-Street-Journal darüber, dass in den USA alternative Medizin Mainstream wird und dass die Regierung darin auch eine Lösung für die Probleme im maroden Gesundheitssystem sehen. Der Artikel wurde u.a. von einem der bekanntesten Ayurveda-Ärzten Dr. Deepak Chopra und von Dr. Dean Ornish geschrieben. Dean Ornish hat auch revolutionäre wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Yoga auf Herzerkrankungen gewonnen. Habe das selbst schon das Dean Ornish Yoga des herzens praktiziert und die Wirkungen am eigenen Körper gespürt. Es wirkt.

In diesem Kontext auch ein Hinweis auf einen sehr guten Radiobeitrag vom Bayrischen Rundfunk zu dem Thema  Auswirkungen von Meditation auf den menschlichen Körper und Geist.

Meine sehr gute Freundin Britta Hölzl ist Meditationsforscherin an der Uni Harvard und kommt in dem Beitrag auch zu Wort. Sie forscht im Rahmen ihrer Doktorarbeit zu den Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn und kommt zu sensationellen Ergebnissen.

Dort hat sie gemeinsam mit der Harvard-Forschrein Sara Lazar eine achtwöchige Studie durchgeführt: 26 extrem gestresste Personen absolvierten während dieser Zeit erstmals ein Meditationsprogramm. Kernspin-Aufnahmen zeigten, dass sich dadurch in Schlüsselbereichen des Gehirns die Dichte der grauen Substanz und damit die Belastbarkeit der Probanden erhöhten.

Hier noch mal der Link zum Radio-Beitrag

6 responses to “Alternative Medizin im Spiegel der Wissenschaft”

  1. Mattes

    “Alternative Medizin” ist glaub ich ein viel zu weit gefasster Begriff, um in der Gesamtheit stichhaltige Aussagen darüber treffen zu können. Klar, autosuggestive Methoden wie Meditation, progressive Muskelrelaxion oder autogenes Training sind auf einer bestimmten Ebene effektiv, das kann man auch leicht selbst ausprobieren. Gerade das autogene Training ist da ja eine sehr leicht erlernbare Methode, die auch ohne Religöse Aspekte auskommt.

    Aber sobald man sich in die Sphäre von alternativen Heilmitteln bewegt, wird es schnell schlüpfrig. Beispiel ist die ja sogar teilweise von den öffentlichen Kassen finanzierte Homöopathie, bei der trotz Unmengen von Studien keine Wirkung nachgewiesen werden konnte (DerWikipedia-Link hat da gute Quellenangaben).

    Lohas funktioniert aus meiner Sicht nur mit Hochtechnologie. Die Idee eines Auswegs durch Konsum wäre doch ohne die wissenschaftliche Methode gar nicht machbar, man denke Photovoltaik, Elektroautos usw.

  2. Ingo

    Wir haben uns vor der Geburt unsere ersten Tochter dazu entschieden, vorwiegend alternative Heil- und Behandlungsmethoden zu nutzen. Der Erfolg, den wir bisher haben gibt uns vollkommen recht, unsere Große war bisher noch nie ernsthaft erkrankt, geschweige denn auf eine Antibiose angewiesen, wogegen die Kinder von Freunden, die der klassischen Schulmedizin den Vorzug geben, andauernd antibiotisch behandelt werden und beim Arzt hängen. Jeder muss einen für sich geeigneten Mittelweg finden, wer sich jedoch auf die neuesten Entwicklungen der Pharmaforschung verlässt, der wird eine herbe Enttäuschung erleben.

  3. Uschi

    Ich denke auch, dass wir hier dringend umschwenken müssen. Natürlich brauchen wir für manche Krankheiten einfach etwas Chemie, aber ich sehe das auch so wie Ingo, dass ich meine Gesundheit und auch die Gesundheit meiner Kinder wenn es möglich ist nur mit alternativen Heilmitteln unterstütze. Ich sehe, dass sie dadurch viel mehr Abwehrkräfte bilden können und auch wenn sie im Winter viel draußen sind und nass rein kommen werden sie nicht krank. Der Körper kann anders reagieren. Das muss man doch unterstützen.

  4. heinzscheel

    Bin auf die Seite über einen LOHAS-Freund gekommen. Spricht mich an. Habe in Rubriken geblättert. Ansprechend, interessant. Alternative Medizin – Meditation, wird dank oben beschriebener Forschungsergebnisse weitere Kreise ziehen.

  5. Christoph

    @Mattes: Ich bin nicht deiner Meinung, das LOHAS NUR mit High-Tech funktioniert. Viele Menschen in meinem Umfeld sehen das ähnlich wie ich nur für gewisse Bereiche wie Umwelttechnik als sinnvoll an. Gerade im Medizinbereich bin ich überzeugter Anhänger der alternativen Methoden, die erst in den letzten Jahren wissenschaftlich erforscht werden. Der menschliche Geist und damit auch die Forschungsmethoden sind beschränkt und ich glaube daran, dass es einen feinstofflichen Körper gibt, in dem gewissen Methoden wie zu auch die Homoöpathie wirken. Wir haben einfach den Zugang daz uverloren.

    @ Ingo: ich habe ähnlich gute Erfahrungen gemacht wie Du. Ich denke, gerade bei alternativen Methoden gilt der Satz “Glauben versetzt Berge” und diese kraft der Gedanken sollten wir nutzen.

    @ Uschi: Ja, eine naturgemäße Lebensweise stärkt uns und auch krankheiten wie Fieber stärken den Organismus. Es ist interessant, dass in Indien Fieber als etwas positives angesehen wird und heir im westen wir so viel Angst davor hbaen und schnell mal zu fiebersenkenden Mitteln greifen. Damit rauben wir uns die Chance zur Selbstheilung. Klar Krankheiten sind auch oft unbequem und hindern uns daran, zu funktionieren. Uns fehlt dann auch einfach die Zeit, um uns auszukurieren …

  6. Mattes

    @Christoph (sorry für die späte Antwort): Gerade zu Homöopathie ist doch aber äußerst gründlich untersucht worden, und Wirkungen konnten meines Wissens nach in keiner von hunderten von Studien festgestellt werden.

    Die Forschungsmethode ist ja nicht wirklich schwierig (nur aufwändig): Man nehme zwei Gruppen von möglichst vielen Menschen mit derselben Krankheit, behandle die eine gar nicht und die andere homöopathisch. Bisheriges Ergebnis war bisher immer, dass es keine Unterschiede in den Heilungsraten zwischen beiden Gruppen gab.

    Falls sich da was getan hat, wäre ich für Hinweise (Autor/in, Zeitschrift, …) dankbar, weil mich das Thema wirklich interessiert.

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