Green Granny: Von den Omas lernen

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Oxfarm UK zeigt mit dem Video-Podcast green granny, dass Ökologie auch was mit dem Generationenvertrag zu tun hat. Damit ist nicht gemeint, dass wir verstärkt an die nächsten Generationen denken sollten – wer Kinder hat, weiß, was ich meine.

Es geht dabei vielmehr darum, das wir (75% der KarmaKonsum Leser sind ja unter 40 Jahre alt) viel bezüglich Nachhaltigkeit von ältereren Generationen lernen können:

Die meisten älteren Menschen, die ich kenne, führen ein einfaches Leben (Schlagwort LOVOS), haben einen eigenen Garten, können Dinge reparieren und gehen sparsam mit Energie und Geld um.

Eine lustige Idee, die aber gleichzeitig Wertschätzung den älteren Menschen gegenüber bringt. Ich denke, dass wir verstärkt über die soziale Dimension der Nachhaltigkeit nachdenken sollten, denn dort warten echte Herausforderungen auf uns wie z.B. die Altersstruktur in unserer Gesellschaft. Hier steckt also Potenzial in der Business-Idee der generationsübergreifenden LOVOS-Pädagogik …

Ach ja, in dem Kontext fällt mir noch das Projekt netgranny.ch ein, dort kann man sich individuelle und faire Socken von Omas stricken lassen.

5 responses to “Green Granny: Von den Omas lernen”

  1. Fr.Jona&son

    Das Zurückgehen zu einer einfacheren Lebensweise wie unsere Großeltern dies taten( und tun mußten) wurde schon längst überfällig.
    Ich wohne zwar in einem Umfeld, wo viele Menschen noch selbst Dinge reparieren , sich etwas bauen können, wir haben Gärten…aber als 35jährige einen Garten zu betreiben ist trotzdem selten hier. Das machen meistens die Großmütter. Schlimm für mich war, als ich bei einem Recycling- Workshop für Kinder, den ich hielt, die mitgebrachten Nähutensilien entweder von der Oma waren oder von den Müttern neu und billigst im Supermarkt gekauft. Tja, die Großmütter konnten noch nähen, die Töchter und Söhne haben nur das Shoppen gelernt. Alles, was ich mir selbst mit meinen eigenen Hönden schaffen kann, ist doch eine Selbstbestätigung, oder?

  2. karsten

    Leider haben sich die Zeiten geändert. Früher lebten meißt mehrere Generationen unter einem Dach. Da hatte man genügent Zeit von den älteren Menschen zu lernen. Heutzutage ziehen wir mit 20 Jahren aus und leben auf eigenen Füßen. So gehen langsam, Stück für Stück die guten alten Werte verloren. Wenn heute die Großeltern etwas sagen, wird es nur belächelt.

  3. Dagmar Reichardt

    Danke Euch für den Artikel! Für mich ist es heute eine liebe Erinnerung, was ich alles von meiner Oma gelernt habe! Der letzte Besuch bei ihr (heute 86!) war wirklich klasse: da saßen dann vier Generationen bei ihr auf dem Sofa: sie selbst, meine Mutter, meine Tocher und ich – und alle am Stricken. Das war super gemütlich und hat allen Spaß gemacht! Mein Sohn lernt das Handwerkern von meinem Vater, das schafft doch unersetzbare Erinnerungen.
    Ich habe das Thema gestern schon gelesen und mit in meine stadtpolitische Sitzung genommen. Bad Nauheim, wo ich lebe, ist eine der ältesten Städte (von der Altersstruktur der Einwohner her). Es wäre toll, wenn wir in den Städten eine Atmosphäre schaffen könnten, in der alte Menschen ihre Efahrungen und ihr Können offen und gewertschätzt an die Jungen weitergeben könnten. Das wäre ein großer Gewinn für alle. Vor allem, wo heute, durch die hohe Mobilität, kaum noch ein Enkel in Laufnähe zur tatsächlichen Omi wohnt. Wie soll da die Übergabe von Traditionen stattfinden? In Zeiten einer neuen Bescheidenheit und einer Überprüfung der eigenen Werte kommt eine Rückbesinnung dieser Art genau richtig!

  4. vital-Genuss.de

    Green Granny…

    Oxfam bringt einen Videocast heraus. Die green Granny gibt Tipps für angehende LOVOS auf sympathische Weise…
    ……

  5. Carin

    Super tips!
    We tried the recepie for using up stale bread – yum!
    Your website is very informative and cool, by the way. I have been a member of Utopia since Nov 2007 and came across your site a few months ago – super! My written German is not the best at this time of night…so hopefully english is alright!

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