Hier ein fast 1-stündiges Video von Muhammad Yunus, dem Begründer des Mikrofinanz-Gedankens und Friedensnobelpreisträger 2006.
Yunus’ Ansicht nach, kann neues Wirtschaften durch Sozialzunternehmen die „Struktur des Kapitalismus“ nachhaltig verbessern. Dabei ist der Zweck eines Social Businesses nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Lösung von gesellschaftlichen Problemen mit dem Ziel, die Armut vom Erdball zu verbannen und ins Museum zu stellen. Bitte ansehen.
Ein schönes und passendes Zitat von Epikur, das mir Jens Heisterkamp gerade geschickt hat: „Es ist nicht möglich, lustvoll zu leben, ohne einsichtsvoll, vollkommen und gerecht zu sein.“










Schade, dass der Artikel hier nicht mal so kritisch ist, wie der verlinkte bei neon.de. Er zeugt zudem von Unkenntnis zeitgemäßer Kapitalismuskritik (ich meine damit keinen radikalen Antikapitalismus, sondern eine nüchterne Analyse, zu der auch Zeit und Süddeutsche fähig sind).
Auch Telepolis kriegt eine kritische Betrachtung des Nobelpreisträgers hin:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25443/1.html
Versaut jegliche Kritik eigentlich generell das Karma, oder warum werden hier auch offentsichtliche zwefelhafte Ansätze nie in ihren Schattenseiten beleuchtet?
Wenns so sein sollte, dann berichtet doch einfach nur von Dingen, die nicht so krasse Schattenseiten haben. So wirkts irgendwie oft reichlich naiv und wissensfrei.
Grundsätzlich begrüßen wir die Grundlagen und die Erfolge von Yunus. Sicher sind diese nicht zu 100% positiv und verbeserungswürdig wie z.B. die Zinspolitik der Grameen Bank. Da hast du sicher recht. Ich glaube aber, dass die Idee von Social Business extrem viele Chancen und Möglichkeiten wie Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen oder die individuellen Einstiegs- und Mitwirkmöglichkeiten für Social Entrepreneurs auch für UNS birgt. Für den Erfolg von Unternehmen reicht Gewinnmaximierung allein eben nicht mehr aus. Wichtig ist, dass wir und die Unternehmen anfangen, uns zu bewegen und ins TUN kommen.. Zu deiner Kritik: Dieser Beitrag über den Film ist keine objektive “Analyse” des Social Business Gedankens. Soll er auch nicht sein. (Außerdem ist meiner Meinung nach Objektivität eh nicht möglich). Aus diesem GRunde verweist der erste Link eben auf den kritischen Artikel von Patrizia Heidegger. Wir verstehen KarmaKonsum als Newsportal, das versucht, in einer für uns relat. hohen Frequenz eine Auswahl an Nachrichten zu veröffentlichen. Berichterstattung, wie der Neon/Telepolis Beitrag nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch, die wir oft nicht haben. Dennoch versuchen wir weiterführende Links und Informationen aufzuzeigen und “Anschlussfähigkeit” herzustellen. Wobei es ja auch um Interaktion geht. Wenn du einen weiterführenden Link postest dient das ja auch der Objektivierung der Debatte.