“Werbetrends 2009” ist eine Studie des Trendbüros in der sie die wichtigsten Trends der Werbesprache aufzeigen. Darin wird nun festgestellt, dass seit einiger Zeit eines der meistverwendeten Wörter das Wörtchen “Wir” ist.
Und das spiegelt deutliche Forderungen der Konsumenten nach mehr Partizipation und Verantwortungsgefühl wider. Hier wird deutlich, dass Werbung auch als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen gesehen werden kann.
Das zeigt sich an der Häufung von verwendeten Begriffen wie “gemeinsam” und “wir”, die von 1,8% in 2004 auf 7,4% in 2008 zugenommen haben.
Aber auch in den häufigst verwendeten Wörtern, wie auf der Wolke zu sehen ist. Unternehmen sprechen einerseits vom “Wir” – um ein modernes und damit gemeinschaftliches Selbstverständnis zu transportieren. Andererseits um bewusst eine direkte Verbindung zum Konsumenten herzustellen. Da ist der Jever Mann plötzlich nicht mehr der Einzelgänger und Loney-Dog, sondern mit seinem Kumpel an der Waterkant unterwegs, zwar immer noch extrem cool, aber eben zu zweit..
So kommt auch das englische Wort “We” als internationales Symbol in die deutsche Werbung zurück und gehört erstmals zu den Top-15 der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbetexten.
Auch interessant ist, dass nach dem Geiz = Geil- Hype das Wort “Qualität wieder ihre Renaissance erlebt. Der Anteil an Slogans mit diesem Zusammenhang hat sich in den letzten fünf Jahren von 9,5% auf 28,8% fast verdreifacht. Außerdem zeigen sich erste Strategien, wie die Werbesprache auf die angekündigten härteren Zeiten reagiert: mit einer rationalen Tonalität oder bedingungslosem Optimismus.
Aber trotzdem: Der Kontrollverlust der Marken steigt und die Werbereaktanz macht Empfehlungen von Freunden oder aus der Community glaubwürdiger als Werbebotschaften. Ich bin mir sicher, dass Forderungen an Unternehmen nach Dialog, mehr Transparenz und Mitbestimmung noch viel deutlicher steigen werden.











Letzte Kommentare