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Sehr coole Aktionen und erfreulich zu sehen, dass es hier die Frauen sind, die unser Stadtbild verändern. Graffiti ist ja normalerweise eine Männer-Domäne, ich war ja auch mal ein Betonkünstler.
Ich glaube ja fest an das Revival der tradionellen Handwerkskunst. Ich sehe darin nicht nur ökologisch und ökonomisch sinnvolle Aspekte, sondern auch gerade das soziale Element empfinde ich als sehr attraktiv. Realisert wurden solche Konzepte schon, z.B. das Strick-Cafe in Toronto: Eine offene Begegnungsstätte von und für Trendsetter, ein chilliges Cafe, Shop für Wolle und Nadeln und gleichzeitig eine Lehrwerkstatt mit Strickkursen. Sehr innovativ und nachahmenswert.
Kombiniert mit Web 2.0 Tools wie Twitter oder Blogs und modernen Vertriebsformen wie etsy oder dawanda erhalten HandwerkerInnen eine bisher ungeahnte Reichweite in ihrer Nische.













Ja, da habt Ihr einen Nerv getroffen! Ich denke, die Handwerkslust wird tatsächlich neu erblühen. Und nicht nur, weil sich Stars und Sternchen neuerdings der Stricklust outen. Die Brigitte-Zeitschrift hat zB. vor Kurzem eine tolle Aktion gehabt (hab sie: http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/save-the-children-572905/ ), da wurde aufgerufen, Mützchen für Neugeborene zu stricken, um gegen die hohe Sterblichkeitsrate von Neugeborenen etwas zu tun. Tolle Idee. Die Anleitung konnte man sich runterladen. Klasse. Gefunden habe ich das übrigens auf der Seite des Leipziger Strick-Cafés (http://www.leipziger-kreativ-und-strickcafe.de/ ) , das in einem Brennpunktgebiet auch viel Gutes leistet. Begeistert mich sehr, das Thema.
Stricken hat was sehr Gemeinschaftsförderndes: man kann dabei quatschen, chillen, Pläne schmieden und dabei was tolles entstehen lassen. In meiner Schul- und Studienzeit vor 20 Jahren haben wir etliche Pullover gestrickt. Ich glaube,das wäre heute unvorstellbar. Ich fände es aber genial, wenn es wieder aufleben würde. Ich kann mich auch heute nur mit Handarbeitszeug an den Fernseher setzen. Ohne was ist für mich fernsehen echt doof. Witzig, oder?!
Hallo Dagmar und liebes KarmaKonsum-Team,
bei der Brigitte-Aktion habe ich auch mitgemacht – war wirklich eine gute Sache.
Ich “handwerkle” schon seit der Schulzeit, aber so richtig produktiv mit allem was man aus Wolle machen kann bin ich erst seit dem ich 2007 mit einer Krebserkrankung klar kommen musste … Inzwischen geht es mir wieder gut, aber wie bei so vielen Menschen ändert sich danach das Leben und die Einstellung zu vielen Dingen.
Ich bin tatsächlich grade dabei Pläne für ein “Strick-Wolle-Lese-Bücher-Yoga-Cafe”´zu machen und hoffe, dass ich das im nächsten jahr realisieren kann. Hier könnte man Lesungen organisieren und dabei Stricken bzw. Handarbeiten, Handarbeits-Workshops für Kids anbieten, Selbstgemachtes verkaufen oder tauschen, …
Herzliche Grüße von der Chris
Handarbeiten war nie eine Nische, manchmal war es mehr, manchmal weniger in den Medien. Seit einiger Zeit ist es wieder “cool” und vielen macht es Spaß mit dem Strickzeug vor dem Computer zu sitzen und Video-Anleitungen nachzustricken. Ein Anachronismus? Nö, eine tolle Symbiose zwischen alter Kulturtechnik und neuen Medien…
Mehr als 15.000 Stammbesucher meiner Site nadelspiel.com und meine fast 400.000 Mal abgerufenen Strickvideos auf YouTube unterstreichen das.
Herzliche Grüße aus Ösiland,
eliZZZa
“Ja, da habt Ihr einen Nerv getroffen! Ich denke, die Handwerkslust wird tatsächlich neu erblühen. Und nicht nur, weil sich Stars und Sternchen neuerdings der Stricklust outen.”
Sie wird nicht, sie ist bereits.
Das ist leider die Art Story, die die Mainstreammedien immer wieder zu gerne aufgreifen, um das “Phänomen handmade” an den Mainstream heranzutragen. Tatsächlich aber ist die Geschichte um “the new handmade” anders verlaufen, und Projekte wie “handmade nation” in den USA tragen glücklicherweise dazu bei, dass dieses nervige Zerrbild wieder korrigiert wird.
Insgesamt muss schon beachtet werden, dass diese neue Form, wie sie aus den USA kommt und nun (web-gestützt) in Europa gelandet ist, daher rührt, dass Handarbeiten in den USA einen anderen kulturellen Hintergrund haben. Daher scheint es uns hier in Europa auch immer ein wenig befremdlich -und teilweise zu recht- wenn die Massenmedien ganz verzückt von einer “Wiedergeburt des Selbermachens” schwärmen. Womöglich noch mit der Behauptung, es sei wieder in, weil wir eine Wirtschaftskrise haben.
Leider wird das den meisten Journalisten nicht auszutreiben sein, denn die meisten schreiben auch nur das wieder, was sie irgendwo anders recherchiert haben oder in einschlägigen Pressemeldungen gefunden haben. Die wenigsten kennen sich in beiden Szenen wirklich gut genug aus, um mit ihren Beiträgen dem Wesen dieser Welle gerecht werden zu können.
Also ich kenn mich jetzt nicht sonderlich gut mit stricken aus…aber hört sich echt nach einer guten idee an…glaube aber auch das es eher eine idee bleiben und sich (bei uns) nicht groß durchsetzen wird…hört sich halt fast zu schön um wahr zu sein an…naja mal abwarten was sich in der richtung noch entwickelt…aus meiner sicht fördern solche cafes auf jeden fall die zusammengehörigkeit und man kann mal wieder aktiv etwas reales “erschaffen” was für viele die den ganzen tag vorm pc sitzen bestimmt mal eine willkommene abwechslung darstellt
Die Knitta-Sachen sehen ja schick aus, aber wo bleibt die inhaltliche Positonierung? Die Aufmerksamkeit, die man mit der Handarbeit im Öffentlichen Raum auf sich ziehen kann, kann man gut für gesellschaftliche Anliegen nutzen. Beispiel: http://fernlokal.wordpress.com/2010/05/16/strick-guerilla-gegen-unsichtbarkeit/
Viele Grüße!