Aldi bringt Eigenmarke mit Transfair-Siegel ins Regal

Wie die W&V berichtet, bringt Discountgigant Aldi Süd mit “One World” eine Eigenmarke für nachhaltige Produkte auf den Markt.  Laut der Lebensmittel-Zeitung sollen unter dem neuen Label Ende August für begrenzte Zeit drei Kaffeevarianten mit Transfair-Siegel angeboten werden.
Darüber hinaus habe die Firmenzentrale von Aldi beim Deutschen Patent- und Markenamt die Nutzung für “One World” auch für andere Warengruppen wie Getränke, Textilien, Spielzeug, Fleisch und Fisch angemeldet.

Auch Lidl hat in Kooperation mit TransFair ja schon seit langem ihre Marke Fairglobe mit dem Ziel gelauncht, die ” bundesweite Verbreitung fair gehandelter Produkte aus Entwicklungsländern” voranzutreiben.

Neuer Absatzmarkt oder PR-Werkzeug gegen die Kritik der Ausbeutung in der Rohstoffgewinnung, Verletzung von Gewerkschaftsrechten oder Umweltzerstörung? Wir auch immer: sicher wird es helfen, fair gehandelte Produkte insgesamt bekannter zu machen. Einer Nielsen-Erhebung zufolge steht fairer Handel in Deutschland trotz Wachstums nämlich hauptsächlich vor dem Problem eines niedrigen Bekanntheitsgrades: Mit 63 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt von 69 Prozent.

via: Alexander

3 responses to “Aldi bringt Eigenmarke mit Transfair-Siegel ins Regal”

  1. Ingo

    Der Vertrieb von Fairtrade und Bioprodukten im Discounter freut mich ungemein, denn dadurch hebt man Bio etc. von seinem hohen Ross und macht es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Es ist leider nich jedem gegeben seine Nahrungsmittel im Bioladen zu kaufen.

  2. Tim

    Sicherlich ist es gut, wenn Bio und Fairtrade erschwinglich wird für viele und auch einen größeren Bekanntheitsgrad erreicht.
    Aber man muss sich, zumindest bei den Bioprodukten bei Aldi, immer fragen, wie ALDI zu diesen Preisen kommt und wer dabei auf der Strecke bleibt. Die Fairtrade-Produkte muss man erst mal beobachten.
    Wenn Biogemüse aus China kommt und Bioeier von Batteriehühnern werde ich immer ein wenig skeptisch.

  3. Tim

    Ich sehe gerade, dass mein Beitrag auf einen Kommentar wartet. Es würde mich sehr freuen zu dem Thema mehr Hintergründe zu erfahren. Ich würde meine These, dass die Organisation von Direktvermarktung nachhaltiger und preiswerter wäre, als der Discounter.
    Der Landwirt in der Region wird gestärkt. Wenn ich sehe – ich wohne auf dem Land inmitten herrlicher Äcker und Felder – die Bauern aufgeben müssen und wir in keinem Laden deutsches Gemüse bekommen, dann macht mich das sehr traurig.
    Wie weit will ein Land kommen, wenn es seine Bürger nicht mehr mit eigenen Lebensmitteln versorgen kann?
    Ich würde mich über Informationen und Denkanstöße sehr freuen!

Einen Kommentar hinterlassen

KarmaKonsum Newsletter abonnieren! KarmaKonsum Konferenz 2011 KarmaKonsum Podcast