Studie: Jugend und Nachhaltigkeit

Die Studie der Bertelsmann Stiftung ist aus August 2009 und damit nicht ganz neu, dennoch sehr interessant: Hier geht es zur Pressemeldung.

Die Studie zeigt die Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren zum Thema Nachhaltigkeit. Hier ein Zitat aus dem Fazit. Das gesamte Werk steht hier als pdf zum Download bereitsteht.

Die Umfrage belegt eine hohe Sensibilität unter deutschen und österreichischen Jugendlichen für Themen nachhaltiger Entwicklung. Diese ist unter Mädchen tendenziell stärker ausgeprägt, als unter Jungen.

Obwohl ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland und 45% der österreichischen Jugendlichen sehr besorgt sind über die Zukunft der Welt und eine Vielzahl von Problemen als große Herausforderungen der Menschheit gewertet werden, bleiben die Befragten in Bezug auf mögliche Lösungsansätze verhalten optimistisch.

Insgesamt werden vom überwiegenden Teil der Befragten Verhaltensänderungen sowohl bei den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft und bei großen Organisationen für notwendig erachtet, als auch bei den Bürgern selbst.

Interessant finde ich, dass sich 69 Prozent intensivere Bildungsmaßnahmen für die nachhaltige Entwicklung wünschen. Das ist mal ein klarer Auftrag an die Bildungspolitik.

3 responses to “Studie: Jugend und Nachhaltigkeit”

  1. Joerg

    Ahoi noch einmal
    Da Ihr gerade auch die Otto Group Trendstudie 2009 gebracht habe, kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen. Interessant an der Bertelsmann Studie ist vor allem, dass das Interesse der Jugendlichen an Nachhaltigkeit hoch oder sehr hoch ist. Auf die Frage nach der Verantwortung hat Otto Group Studie Antworten. Die Jugendlichen deligieren Verantwortung. Sie erwarten Fair Play und die Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Probleme von Politik und Unternehmen. Dass ihr eigenes Verhalten aktiv dazu beitragen kann, wird eher nicht gesehen.

    Auf der Diskussion der Otto Group Studie erwähnte Philipp Gloeckler noch, dass das verfügbare Angebot ethischer Produkte für Jugendliche kaum existent ist. Er rief die Unternehmen auf, mehr nachhaltige Produkte für Jugendliche anzubieten. Dann würden diese auch gekauft. Da jedes Angebot natürlich auch die Nachfrage mit beeinflusst, ist das ein sehr spannender Punkt.

  2. Christoph

    Lieber Jörg,

    danke für den guten Kommentar.

    Die Bertelsmann Studie sagt schon, dass die Jugendlichen sich schon engagieren würden.

    Zitat:
    80% derjenigen befragten deutschen und 49% der österreichischen Jugendlichen, die angaben, dass sich (noch) nicht für das Wohl von Menschen oder die Umwelt engagieren, sind potenziell engagementbereit. Sie würden einen Teil ihrer Freizeit dafür nutzen, etwas für das Wohl von Men-schen oder die Umwelt zu tun, wenn sie wüssten, wo sie sich engagieren können.

    Ob dies nur ein Lippenbekenntnis ist, bleibt offen. Ich denke, hier gilt auch das Gleiche wie Philipps Kommentar zum Konsum: Es fehlt an attaktiven / coolen Angeboten. Ich sehe hier großes Potenzial in Schülerfirmen wie z.B. http://www.ruetli.biz/ Das funktioniert wirklich gut.

  3. Daniel

    “Will ich Armut und Hunger? Will ich Umweltzerstörung?” Für mich sind das so Suggestiv-Fragen, wer will da schon nicht dagegen sein?! Das sagt mir recht wenig. Wer bereit zum Engagement ist und keinen “coolen” Anlaufpunkt dafür findet, der hat entweder kein Internet oder ist zu doof oder meint es eben doch nicht so ernst.

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