==Konsumguerilla – Beitrag vom 14.3.08==
Alles im grünen Bereich?
Es ist ein spürbarer Schlagabtausch. Die Einen weinen lauthals darüber wie Neogreens den Grundstock ihrer Ideale mit Kommerz und kurzsichtiger Konsumwilligkeit vergewaltigen, die Anderen werfen arrogant mit Spitzen über selbstgenähte Kleider und Vorwürfen über starre Sichtweisen und idealistischer Bockigkeit.
Bei reflektierter Betrachtung bemerkt man doch recht schnell wie sehr man sich gegenseitig auf den Füßen steht und detoniert die aktuellen Entwicklungen und die Fähigkeit zum Massenphänomen mittels griesgrämiger Missgunst und einem “nicht-akzeptieren-können“ von Andersartigkeit und genau da sollten viele von uns doch ein wenig mehr Erfahrung haben.
Es geht um die Erkenntnis das solche “old-fashioned-values” wie Respekt und Akzeptanz durchaus auch eine Berechtigung im grünen Bereich haben und die Entwicklung positiver Effekte in eben diesem begünstigen.
Ich denke, es ist wichtig das beide Seite vorhanden sind, und die Erkenntnis das gemeinsam voneinander profitieren können – denn beiden Seiten fehlen irgendwo Elemente der Anderen. Die geführten Diskussionen sind wichtig, aber bitte nicht ohne das Unvermögen andere Herangehensweisen zu diskreditieren.
Hier eine kleine Auflistung von Unterschieden und wie man sich eigentlich gegenseitig ergänzen würden.
Klassische Ökos |
Lohas |
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Gemeinsame Nenner |
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Ohne das Kritisieren der jeweils anderen Mentalität, unterstützen wir gegenseitig unsere Ziele, weil sie sich im Endeffekt gleichen. Wir bedienen uns nur anderer Methoden. Die Eine mag logischer sein, dafür ist die Andere wirksamer für die Öffentlichkeit und die motivierender, wenn es darum geht eine wirksame Masse zu erreichen.










Wo ist die Fairness geblieben?
Ich spiele darauf an, dass globale Fairness ja ein Grund für Enthaltsamkeit sein kann.
Es könnte ja sein, dass kein Fleisch besser als Ökofleisch ist und sich die Frage am Ende gar nicht mehr stellt, ob es LOHAS geben kann.
Was wäre, wenn die Welt auch keine LOHAS erträgt, also der LOHAS-Fussabdruck auch zu groß ist?
Hallo Stephan,
danke für deinen Kommentar.
aus unserer Beobachtung ist LOHAS ein individueller Prozess der Umstellung von Lebensgewohnheiten.
LOHAS wird meist – wie in diesem Artikel von Sjoern von 2008 auch angedeutet – sehr hedonistisch gesehen.
2009 sind wir weiter. In unsere aktuellen Studie zum LOHAS Phänomen sehen wir deutlich, dass wir den Begriff viel weiter sehen müssen. Paul Ray, ein wesentlicher Begründer des Begriffs, sieht darin ganz unterschiedliche Lebensstile.
Diues bestätigt auch unsere Studie, dass es verschiedene LOHAS Typen gibt – vom genussortientierten Hedonisten bis zum verzichtsorientierten Moralistenist alles dabei.
Eine These von mir ist, dass viele Mensche aus Egoismus in das Thema einsteigen (z.B. Ich will mich nicht vergioften, deshalb esse ich Bio-Food) und dass nach einer Zeit, das Bewusstsein sensibler wiurd. Dann tauchen in der Wirklichkeitskonstruktion der Konsumenten auch soziale Themen auf.
Fairness ist natür wie du sagtest ein wesentlicher Aspekt des Lebens. Ich vermute nur, dass vielen “LOHAS-Beginner” die Zusammenhänge zwichen Konsum und Fairness noch neu sind.
Wir reden hier immer noch über ein Nischenphänomen, ich glaube aber, dass die Chance groß ist, die Idee der Nachhahltigkeit zu demokratisieren und in der Mitte der Gesellschaft als attraktiven Lebensstil zu platzieren.
Bis dahin müssen wir alle zusammenarbeiten und aufhören, uns an Definitionen aufzuhängen. Ich meine, wir haben definitiv keine Zeit mehr für solchen Kinderkram wie Anti-LOHAS Bücher … Wir brauchen konkrete Handlungsanweisungen für Politik, Wirtschaft und Verbraucher …
LG
Christoph
Die Anweisungen brauchen wir wieder einmal.
Wäre ja nicht das erste Mal, dass die Nachhaltigkeitsgedanken gedacht werden.
Let’s continue together.
@Christoph: Anmerken möchte ich noch das der Einstieg nur aus einem recht pessimistischen Blickwinkel als “egoistisch” zu bezeichnen ist. Mir gefällt da die negative Färbung des Wortes nicht, ich finde es okay zu sagen: Ich sorge für mich und meinen Körper mit guter, giftfreier Nahrung – das finde ich nicht egoistisch.
meinem Vorschreiber kann ich mich nur anschließen! Wenn man eine möglichst breite Masse für einen gesunden, fairen und nachhaltigen Lebensstil gewinnen will, sollte man sämtliche negative Färbung tunlichst vermeiden.
In diesem Sinne Danke für den Artikel, vergesst die Grabenkämpfe und konzentrieren wir uns darauf die Welt zu verbessern, jeder auf seine Weise!
Ich möchte genau zu diesem Thema gerne auf meine Nachberichterstattung zum Panel “LOHAS – Kauf Dir eine besser Welt?” beim McPlanet Kongress in Berlin diesen Sommer hinweisen. http://oekoschlampen.blogspot.com/2009/04/mc-planet-kongress-in-berlin-24.html
Manche von uns kommen aus ihren Kisten und Kartons heraus, andere bleiben erst noch einmal drin sitzen/stehen, aber schaun sich mal um, was es sonst noch so gibt.
Wir können mit viel Freude,
jeder für sich und auch alle gemeinsam, die Seitenwände der Kisten runtertreten.
Da kommt dann ganz schön Licht ins Leben…..und frischer Wind.