Das ist doch mal schön zu hören: In Deutschland kauften Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-zertifizierte Produkte im Wert von 267 Millionen Euro, was einer Steigerung um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Fairtrade-Produkt, gefolgt von Blumen, Fruchtsaft und Textilien aus Fairtrade zertifizierter Baumwolle.
Geschäftsführer Dieter Overath sagte:”Gründe für das Absatzplus sind neben der gestiegenen Verbrauchernachfrage auch die größere faire Produktvielfalt, mehr Lizenzpartner, ein stärkeres Engagement des Handels sowie die gestiegene Anzahl der Einkaufsorte.”
Von diesem Erfolg profitieren insbesondere die über 800 zertifizierten Produzenten-Organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die allein über den deutschen Markt mehr als 36 Millionen Euro Direkteinnahmen erhalten haben. Die Fairtrade-Gelder werden hauptsächlich dazu genutzt, die medizinische Versorgung, Bildung und soziale Einrichtungen zu verbessern, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu unterstützen.
via: Glocalist














Verbraucherin Fairtrade-zertifizierter Produkte
Wirklich schön zu hören, vor allem mal die Zahlen. Ich kaufe fast nur Bio-Lebensmittel, darunter Fairtrade-zertifizierte Produkte wie z.B. Kaffee, Cappuccino, Saft. Fairtrade-Blumen sind ab und an auch mal dabei. Damit “… Organisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika davon profitieren. Fairtrade-Gelder … genutzt werden, die medizinische Versorgung, Bildung und soziale Einrichtungen zu verbessern, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu unterstützen.”
Hinzu kommen Textilien aus Fairtrade zertifizierter Baumwolle.
Das Wachstum ist schön – wenn ich jedoch das Volumen im Vergleich zum gesamten Deutschen Markt sehe, so ist es doch schon eine extreme Nische. Wenn ich auch noch schaue, wie schnell Firmen wie KiK, H&M etc wachsen (siehe dazu auch http://refrischshop.blogspot.com )und damit auch die Arbeitsplätze mit bedenklichen Arbeitsverhältnissen, so frage ich mich, ob per Saldo die Sensibilität für Fair produzierte Produkte wirklich zugenommen hat und nicht durch den “immer billiger Wahn” mehr als kompensiert wurde.
Versteht mich recht, ich finde auch, dass wir uns freuen können für das Erreichte, aber mir ist nicht wirklich zum Jubeln aus obigen Überlegungen.
Liebe Grüsse
Reto Frischknecht