Neue Studie: 6 Kilo Chemie für ein Kilo T-Shirt

Wie die taz berichtet, gibt es eine neue Studie Studie der schwedischen Chemiebehörde über den Einsatz von Chemie in der Herstellung und Reinigung unserer Kleidung.

Ein T-Shirt aus reiner Baumwolle kann es in seinem Lebenszyklus von der Faser bis zur Mülltonne auf eine Chemiekalienbilanz entsprechend seines vierfachen Eigengewichts bringen: In einem Kilo Textilien können mehr als 6 Kilo Chemie stecken.

Ich glaube, dass das Thema bei den meisten Menschen immer noch nicht wirklich angekommen ist. Eine stärkere Aufklärung über die Chemiebelastungen in der Kleidung ist dringend notwendig. Es ist eine Sache, wenig Chemie auf der eigenen Haut zu tragen und eine andere, auch die krassen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in den Herstellungsländern mitzubedenken.

Laut WHO Schätzungen, sind täglich 550000 Menschen den Giften der Baumwollproduktion ausgesetzt- von den Bedingungen in den Produktionsbetrieben ganz zu schweigen. Soweit ich weiß, liegt der Anteil der Biobaumwolle bei etwa 0,1%- der aber immerhin auf niedrigem Niveau wächst.

Mehr Infos gibt es hier, hier und hier.

2 responses to “Neue Studie: 6 Kilo Chemie für ein Kilo T-Shirt”

  1. Was in einem T-Shirt steckt: Chemie, Wasser, Niedriglohn | www.reset.to

    [...] Gepostet von: Helge, 2. June 2010 – 13:20 Bild: Flickr-User limonada (CC-BY-NC-SA) KarmaKonsum berichtet über eine neue Studie aus Schweden, die herausgefunden hat, dass für ein einzelnes [...]

  2. Paul Hebenstreit

    Ich bin schockiert. Das nur bei einem T-Shirt. Leider ist die Bio- Öko Welle bei den meisten Produkten sehr sehr langsam. Die Lebensmittel habens da immer leicht weil die Menschen immer gleich verstehen das wenn man Giftiges isst nicht gesünder wird. (Die Produktion bleibt dann ja auf der Strecke, meist zumindest)

    Fast alle anderen Sparten schaffen es nciht wirklich den Trend der Bio Welle mitzunehmen.

    sehr Schade!

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