8 responses to “Artikelserie zur LOHAS-Strategien / Teil 1”

  1. Dr. Konrad Götz

    Hallo,
    Ich glaube nicht, dass diejenigen, die sich selbst als LOHAS verstehen und diesen Lebensstil erfreulicherweise voran bringen, zugleich eine analytische oder gar beratende Perspektive einnehen können. Dazu fehlt die Distanz. Als Lebensstilforscher, der ökologische Zielgruppen seit 20 Jahren untersucht, weiss ich, es handelt sich um eine von vielen Lebensstilgruppen. Diese hat jedoch, weil das Thema Nachhaltigkeit (nicht jedoch die LOhas!) in die gesellschaftliche Mitte gerückt ist, eine wichtige Bedeutung für die Produktentwicklung und KOmmunikation. Sie sind jung, haben Kinder, definieren Ökologie nicht mehr altruistisch, sondern als Eigennutz.
    Sie verbinden Sustainability mit Spass, Design und Selbstbezug. Deshalb verwechseln sie sich gerne mal mit der Mitte der Gesellschaft. Das Phänomen kommt eindeutig aus den USA, die homepage war schon Anfang der Nullerjahre online. 2003 haben wir – das ISOE – eine ähnliche Zielgruppe in Deutschland gemessen (http://www.invent-tourismus.de/)
    Gruß
    Konrad Götz, ISOE Frankfurt Main

  2. HolK

    Ich frag mich immer, wie das mit der “Mitte der Gesellschaft” gemeint ist? Ob LOHAS oder Nachhaltigkeit – beides ist meiner Meinung nach leider noch immer nicht in den breiten Bevölkerungsschichten angekommen und vor allem verankert.

  3. Honolka

    Man sollte die Diskussion über die LOHAS heute etwas empirischer führen. Dazu mein Aufsatz “Kaufboykottbereitschaft in finanziellen Krisenzeiten”. Eine exploratiuve Studie unter Studierenden” in: Humane Wirtschaft 3(2010.

    Eines der Ergebnisse: Trotz und gerade bei persönlicher und öffentlicher Finanzkrise steigt die Bereitschaft zu Kaufboykotten, auch wenn sie nicht immer und bei allen Produkten realisiert wird,
    Interessenten schicke ich den Aufsatz gerne auf Anfrage unter harro@honolka.eu

  4. Kerstin

    Ich frage mich gerade, wie man in einer lebensfeindlichen Großstadt wie Frankfurt am Main gesund und nachhaltig als LOHA überleben kann. Mein Eindruck von Frankfurt ist von Flugzeuggeräuschen, Straßen, Autogerechtigkeit, ausufernder Siedlungstätigkeit und relativ wenig Grün geprägt. Bringt es dass: im Großstadtdunst gesundes Biogemüse essen ?

    1. Noel

      @Kerstin: Da eilt Frankfurts Ruf voraus. In der Tat ist der nicht so toll. Hier gehen aber wie so häufig Annahme und (von uns empfundene Realität) deutlich auseinander. In einer Stadt wie FFM lässt es sich mit vielen großen Parks, tollen Wohngebieten prima leben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass NAchhaltigkeit hier einen immer größeren Stellenwert einnimmt, da verstanden wird. dass dieser auch einen Wettbewerbsvorteil bedeutet. So ist Frankfurt z.B. die Hauptstadt der Passiv- und Niedrigenergiehäuser und gilt als deutsche Modellregion für Elektromobilität. Weitere Informationen dazu findest du hier http://www.fr-online.de/rhein-main/die-stadt-der-zukunft—jetzt-/-/1472796/2697994/-/index.html oder hier http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8440&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=7013277

  5. Zielgruppe LOHAS: Die “neue Powerzielgruppe”?

    [...] „Die strategische Bedeutung von LOHAS“ von Christoph Harrach von KarmaKonsum. 1. Teil: Definition des Begriffs 2. Teil: Das Phänomen LOHAS und dessen interne [...]

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