17 responses to “Gastbeitrag: Warum die „Arche Noa“ Bank gekentert ist”

  1. Sabine Lydia Müller

    Herzlichen Dank Katha für die aufwändige und klar strukturierte Darstellung Deiner Sichtweise!

  2. Oliver Adria

    Liebe Katha,

    vielen Dank für den so ausführlichen und kritischen Bericht. Die Thematik ist für mich jetzt verständlicher. Die Links im Bericht werde ich mir auch noch anschauen.

    Viele Grüße,

    Oliver

  3. Martin Herrndorf

    Hi Katha,

    Runder Kommentar. Die Konditionen der NOA Bank waren von vorneherein tatsächlich “zu gut” um wahr zu sein – grade 3.5 auf Tagesgeld ist recht illusorisch, wenn er damit tatsächlich längerfristige Investments machen wollte (Fristentransformation…). Es wäre spannend zu wissen, wer auf so ein Angebot angesprungen ist – klassische Sozialbank-Kunden, oder Renditeshopper?

    Liebe Grüsse,
    Martin

  4. Noa Bank: Das Großreinemachen gegen hohe Gebühr hält an – Ökobanken grenzen sich scharf ab « Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

    [...] Banking  in Bochum den längeren Gastbeitrag „Warum die Arche Noa gekentert ist“ von Katharina Beck auf karmakonsum, die sich dem schwierigen Versuch stellt – und deshalb ausdrücklich um weitere auch [...]

  5. Lothar Lochmaier

    Hallo Frau Beck,

    interessanter Kommentar, einige der oben präsentierten “Fakten” und Schlußfolgerungen sind allerdings rechtlich wie inhaltlich strittig. Andererseits trifft die Analyse, es habe sich (auch) um Managementfehler und eine zu schnelle Vorgehensweise bzw. nicht ein klar durchdachtes strukturiertes Geschäftsmodell gehandelt, im Kern zu.
    Es ist dennoch schwierig, jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei hier einen substanziellen Beitrag zu verfassen. Umso besser, dass Sie eine offene Diskussion anregen.
    Denn es gibt in der Tat zu “Social Banking” völlig unterschiedliche Interpretationen, wozu ich mit meinem Buch “Die Bank sind wir” einige konzeptionelle Anstöße geben wollte (vor allem zur Kundensegmentierung, denn da werfen viele derzeit Äpfel, Birnen und anderes in einen Topf). Zur Noa Bank habe ich auf meinem Weblog heute ein Update veröffentlicht, viele der Geschehnisse lassen sich jedoch nicht abschließend bewerten.Siehe:
    http://lochmaier.wordpress.com/2010/09/03/noa-bank-das-grosreinemachen-gegen-hohe-gebuhr-halt-an-okobanken-grenzen-sich-scharf-ab/

    Viele Grüsse

  6. kathabeck

    Liebe Leute,
    vielen Dank für Eure Kommentare. Klar, alles kann man nicht belegen, aber Fragestellungen und Zeifelhaftes aufzeigen ist durchaus möglich und auch angemessen.
    Ich freue mich, dass die Darstellung schon einigen was gebracht hat! Habt ihr sonst noch überlegungen?
    Herzlich, katha

  7. kathabeck

    Und noch zu den KundInnen: ich denke, dass viele Menschen einfach außer der Noa Bank keine andere “echte” Social bank kannten, denn die Noa Banl hatte ja eine ausnehmend gute Marketing Kampagne, in der auch nicht durchklang, dass es neben ihr noch andere gebe… Viele haben wahrscheinlich durch diese Kampagne zum ersten mal von Social banking gehört… Das ist eine Vermutung, die ich habe. Sie haben es ihm einfach geglaubt!

  8. Anette Rehm

    Liebe Katha,
    am besten haben mir diese zwei Sätze “Social Banking ist eine Grundeinstellung und kein Produkt. Es ist kein schneller betriebswirtschaftlicher Goldesel.” gefallen.
    Denn leider muss man – gerade nach der marketingtechnisch hervorragenden – Kampagne der noa bank den Eindruck gewinnen, greenwashing sei das neue “Erfolgsrezept” der Banken und Finanzdienstleister. Dass da mehr dahinter steckt, als nur “Öko” und “Ethik” draufzuschreiben, hat sich noch nicht überall herumgesprochen …

  9. WBN - Story of Bottled Water Video, Nissan Leaf im Test, Revenge of the Electric Car, Noa Bank, Breathing Earth Simulation, Joschka Fischer und REWE

    [...] Gastbeitrag auf KarmaKonsum über Gründe für das Scheitern der Noa Bank [...]

  10. JJR

    Hey Katha,

    dank dir für den tollen Beitrag – hab ihn mit großem Interesse gelesen. Jetzt möchte ich deiner Aufforderung nach kritischen (als Denkanstoß gedachten) Kommentaren nachkommen.

    Dabei will ich mich v.a. auf die unter 2. genannten Aspekte beziehen, da ich glaub, dass die Punkte 1 und 3 – so kritisch sie moralisch sein mögen – keine Gründe für das Scheitern der Noa bank darstellen, sondern lediglich Indizien.

    Der betriebswirtschaftliche Mangel ist weniger im Parken von Geldern bei der Bundesbank zu sehen. Dies ist kurzfristig durchaus sinnvoll und als realwirtschaftlich neutrale Anlageform nicht inkonsistent zur Philosophie der Noa Bank. Betriebswirtschaftlich wird das erst zum Problem, wenn diese Geldanlagen nicht zum kurzfristigen Parken von Geld sondern zum Erwirtschaften von Renditen (i.H.v. 0.75%) verwendet werden, die ausreichen sollen, um Gläubigeransprüche (i.H.v. 3.5%) zu bedienen.

    Wenn wir unterstellen, dass Herr J. und Konsorten gutwillig gehandelt haben (was mir in Anbetracht der von ihm postulierten Unkenntnis von Eigenkapitalregelungen durchaus zweifelhaft erscheint), scheint das Hauptproblem eine grobe Fehleinschätzung des Marktes zu sein. Dem Wachstum von Banken sind nun mal realwirtschaftliche Grenzen gesetzt: Banken sollten – wie du so schön herausgestellt hast – Mittel zum (und nicht Selbst-) Zweck sein. Im Sozialbankbereich scheint eine Asymmetrie vorzuliegen zwischen der Bereitschaft der Einleger, soziale Projekte zu finanzieren, und dem unternehmerischen Drang, diese Projekte in die Tat umzusetzen (oder dem Schumpeter’schen Antrieb durch Renditeerwartung – entweder finanzielle Rendite, oder soziale Rendite bei finanzieller Nachhaltigkeit). Die Frage nach der Ursache dieser (ja auch im Fall von GLS und anderen sozialen Banken anscheinend vorliegenden) Asymmetrie drängt sich mir auf.

    Sind etwa die von Sozialbanken geforderten Zinsen (also die finanziellen Renditeerwartungen der Einleger) zu hoch (bzw. die sozialen Projekte zu unrentabel)? Oder sind soziale Investoren zu großen Teilen „Großgrundbesitzer“, die ihr Gewissen beruhigen wollen, ohne sich die Finger “schmutzig” zu machen? Oder sind sozial interessierte Menschen zu großen Teilen finanziell höchst risikoscheu?

    Die Klärung dieser Frage scheint mir wichtig, um den Misstand von sozialer Investitionsbereitschaft ohne entsprechende soziale Einsatzmöglichkeiten zu beseitigen…

  11. kathabeck

    Liebe Anette, es freut mich, dass Du dieselbe Ansicht teilst. Daran müssen wir eben arbeiten. Social Banking geht nur mit 100% Committment – oder eben gar nicht. Man kann sich auch 100% committen und ehrlich und offen Schwierigkeiten zugeben. Aber diese intransparent zu kaschieren ist eben nicht Social Banking!
    Es würde mich freuen, wenn Du den Gedanken weiter hinausträgst.
    Herzliche Grüße, Katha

  12. kathabeck

    Liebe Anette, oh, sehe gerade, dass Du das bei “umweltfreundliche Geldanlagen” bereits tust (den Gedanken hinaus tragen). Super. Eure Webseite kannte ich noch nicht. Werde ich mir ansehen. Herzlich, Katha

  13. FlorianH

    Hallo Katha

    Sehr interessanter und motivierender Artikel zum Thema Social Banking. Offen gestanden war ich auch der Meinung, dass das nicht funktionieren kann und Social und Banking gar nicht zusammengeht. Durch die Pleite der Noa Bank wurde ich in dieser Ansicht natürlich noch einmal bestätigt. Aufgrund Deines Artikels werde ich mich einmal näher mit diesem Thema beschäftigen.

    @Martin: Ich glaube, dass die Kundschaft der Noa Bank zu einem grossen Teil aus Tagesgeldhoppern bestanden hat.

    Grüße

    Florian

  14. Sukadev Bretz

    Ich kann nur unterstützen, was du über die GLS Bank gesagt hast: Die GLS Bank ist wirklich all das, was man unter einer ökologisch-nachhaltig-sozial engagierten Bank versteht: Transparent, offen, betriebswirtschaftlich kompetent, menschlich freundlich, klar. Wenn man Geld anlegt, sind die Renditen nicht sehr hoch, wenn man Kredite aufnimmt sind die Konditionen dafür besser als sonst.
    Dafür hat wer sein Geld bei der GLS Bank angelegt hat, in der Finanzkrise normalerweise kein Geld verloren. Und man hat die Gewissheit, dass Geld wird für gute Zwecke verwendet.
    Es wäre schade, wenn das Aus der Arche Noah Bank auf die GLS Bank abfärben würde.

  15. kathabeck

    Lieber JJR, danke für Deinen Beitrag. Ich dachte, ich hätte klar gemacht, dass es mir um genau das betriebswirtschaftliche Problem ging, das Du noch einmal sehr gut dargestellt hast. Da war ich offenbar einfach zu undeutlich.
    Die weiteren Fragen bezüglich der Erwartungen an Social Banks bin ich gerne bereit, einmal im Zwiegespräch zu diskutieren. Hier darüber zu schreiben ist sehr kompliziert, denn es gibt da kein Scharz und Weiß und die ganzen Facetten heruaszuarbeiten ist ein ganz neuer Artikel, für den ich gerade im Moment keine Zeit habe. ;)

    Lieber FlorianH, es freut mich wirklich ungemein, dass der Artikel diese Wirkung hattest. Auch wenn Du Dich im Endeffekt dann nicht für eine Social Bank entscheidest, bin ich sehr froh, dass Du Dir die Social Banks zumindest noch einmal näher ansiehst.

    Liebe Sukadev, die GLS Bank sucht derzeit viele neue MitarbeiterInnen. ;) Das freut mich sehr, dass Du so zufrieden bist und ich werde das gern weitergeben an die Bänkler, die ja nur 4 Straßen von uns entfernt in Bochum sitzen.

  16. Das Ende der Noa Bank « kathas welt

    [...] Einschätzungen zu den Gründen dafür habe ich in meinem Gastbeitrag „Warum die Arche Noa Bank gekentert ist“ erläutert, der auch sehr gut in kathas welt passt. Ich lade Euch herzlich ein, den Artikel [...]

  17. kathabeck

    Unter http://lochmaier.wordpress.com/2011/01/06/noa-bank-und-noa-factoring-insolvenzverfahren-mit-haken-und-osen-in-der-nachsten-verhandlungsrunde/ könnt ihr Euch über den weiteren Fortgang des Rechtsverfahrens informieren.
    Liebe Grüße, Katha

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