
Ein schönes Signal, denn selten äußern sich christliche Theologen über Tiere. Der Biologe, Priester und Leiter des Instituts für Zoologische Theologie Rainer Hagencord tut es.
Anlässlich des des gestrigen Welttierschutztags fordert er eine neue Sicht der Tiere, die den Menschen mehr in Verantwortung nimmt. “Wer als Christ seinen Glauben ernst nimmt, kauft kein Billigfleisch”.
Tiere haben eine Seele: Im Verhältnis von Religion zu den Tieren gibt es viele Mißverständnisse. “Die Bibel bezeichnet Tiere nicht als seelenlos oder den Menschen als Krone der Schöpfung, wie viele denken”, so Hagencord. Denn das Buch der Christen und Juden sei voller Tiere, die weit mehr als schmückendes Beiwerk sind. “In der Schöpfungsgeschichte schuf Gott Mensch und Tier am gleichen Tag. Er stellte Adam die Tiere als Hilfe gegen seine Einsamkeit zur Seite und ließ ihn sie benennen, ehe er Eva schuf.” Erfahrungswissen über die Tierwelt gehört somit zum Prozess der Menschwerdung. Endpunkt und Krone der Schöpfung ist zudem nicht der Mensch, sondern die Ruhe am letzten Tag, der “Sabbat”.
Umgesetzt wurde diese Haltung in besonderer Weise vom Heiligen Franz von Assisi, (hier ein Link zu einem wunderschönen Gebet von ihm) dessen Gedenktag auch der Welttierschutztag ist. “Er hat alle Lebewesen als Geschwister bezeichnet. Das ist zwar auch poetisch, doch kann man es auf Grundlage der Naturwissenschaft als Fakt bezeichnen”, so der Theologe und Biologe.
via: www.sonnenseite.com













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