
Ein super Interview in der gestrigen Süddeutschen Zeitung mit Ex-Bundesumweltminister und früherer Chef des UN-Umweltprogramms UNEP Klaus Töpfer zum nötigen Wandels zur nachhaltigen Gesellschaft.
Er kritisert darin klar die Energiepolitik der Bundesregierung “Die Atomkraft ist keine Kreislaufwirtschaft. Es wird Müll produziert, von dem wir heute noch immer nicht wissen, wo wir ihn langfristig sicher lagern sollen.” und fordert auch einen Wandel im Lebensstil “Unsere Konsummuster müssen sich ändern.” und auch plädiert für neues Verständnis von Wohlstand, welches ich besonders spannend finde:
“Ich will nichts verklären, aber ich mag die Geschichte von dem Bauern in Bhutan. Das UN-Entwicklungsprogramm ermöglichte ihm mit neuem Saatgut doppelte Erträge. Als die UN-Leute im nächsten Jahr zurückkamen, war der Bauer verschwunden. Zum Meditieren im Kloster. Er hatte ja schon für zwei Jahre geerntet. Über Wohlstand sollten wir sehr bald eine breite gesellschaftliche Diskussion vorantreiben.”
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