Ich möchte heute das mir zugeworfene Stöckchen von Netcycler aufnehmen. Bei dem Stöckchenwurf soll es um die Frage gehen, was man mit den Sachen eigentlich so macht, die man nicht mehr benötigt.
Ein Stöckchenwurf ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein bestimmtes Thema durch ein Blog auf den Weg geschickt wird und ausgewählte Blogger dazu eingeladen werden, innerhalb einer Woche einen Artikel zum Thema iin ihrem eigenen Blog zu veröffentlichen. Das Stöckchen wird dann an zwei weitere Blogger ihrer Wahl geworfen. Am Ende des Beitrags sollte eine Liste aller Blogs zu finden sein, die am Stöckchenwurf teilgenommen haben. Alle Blogger sollten bitte das obige Bild in irgendeiner Form in ihrem Artikel unterbringen.
Bei Wikipedia habe ich gelernt, dass der gewachsene Wohlstand in unserer Gesellschaft nach den Weltkriegen zu mehr Luxusgütern aber auch zu einem akuten Müllnotstand führte: Flaschen, Alufolie, Frischhaltebeutel, Blechdosen, Kunststoffflaschen etc. sei Dank. Ein normaler Haushalt, der vor 150 Jahren mit etwa 150 Dingen auskam, verwendete nun mehr als 20.000 Gegenstände, vom Abfalleimer bis zur Zahnbürste, vom Haartrockner bis zur Heftzwecke, und produzierte in der Bundesrepublik in den 70er Jahren im Durchschnitt eine Hausmüllmenge von 4,7 kg pro Einwohner und Woche. Das sind 244 kg pro Einwohner und Jahr.
Früher war selbstverständlich, Gegenstände weiter zu verwerten. Aus Lebensmittelabfall wurde Haustierfutter, aus Knochen und Haaren wurden nützliche Dinge und aus alte Kleidung wurde Papier hergestellt. Holz- und Papierabfälle verheizte man und Metallteile wurden eingeschmolzen oder umgeschmiedet. Hier im Blog habech über viele Möglichkeiten berichtet, nicht mehr benötigte Dinge upzucyclen, d.h. aus diesen Wertstoffen mindestens ebenso nützliche wie schöne Dinge herzustellen.
lch finde das sich zunehmend etablierende Cradle to Cradle Konzept sehr spannend, bei dem es darum geht, Produkte, entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückzuführen oder als „technische Nährstoffe“ kontinuierlich in technischen Kreisläufen zu halten. Das Ziel ist nicht, nichts mehr zu konsumieren und keinen Abfall mehr zu produzieren, sondern eher darum, “ordentlichen” Müll zu produzieren. In der Natur geht es ja auch nicht unbedingt um Effizienz sondern eher um Effektivivität: „Ein Kirschbaum bringt tausende von Blüten und Früchten hervor, ohne die Umwelt zu belasten. Im Gegenteil: Sobald sie zu Boden fallen, werden sie zu Nährstoffen für Tiere, Pflanzen und Boden in der Umgebung.”
Da der Stöckchenwurf von Netcycler gestartet wurde steckt in dieser Frage das Thema Recycling. Ich frage mich aber gerade, welche Produkte es sind, die ich durch mein Leben trage, die ich (außer meinen täglichen Abfall) nicht oder nicht mehr benutze. Grundsätzlich habe ich die Haltung, dass ich mir dann neue Produkte zulege, wenn ich der Überzeugung bin, dass ich sie wirklich möchte/ benötige. Dann versuche ich Dinge von guter Qualität zu kaufen- wobei “Qualität” die physische Produktqualität aber auch ästhetische Werte beinhaltet. Ich merke, dass ich auch nach Jahren Dinge, die ich bewusst gekauft habe immer noch zu schätzen weiß und mich darüber freue, sie mein Eigen zu nennen. Ebenso freue ich mich in regelmäßigen Abständen auch über den Ballast, den ich nicht besitze. Der eher einfache Lebensstil, mit wenigen guten Dingen auszukommen, bietet mir kreativen Freiraum.
Einige Teile, die ich noch nach Jahren der Nutzung lagere sind vor allem Klamotten. Dabei finde ich es toll, Güter nach der Nutzung einem anderen Besitzer oder Kreislauf zu übergeben (Unterschied von Besitz vs. Eigentum). Das habe ich via Ebay gemacht, habe meine Kleidung zum Flohmarkt, zur Swappingparty oder zu Oxfam gebracht, der Cecilia zur Weiterverarbeitung bei Pamoyo gegeben oder jetzt einige T-Shirts bei Netcycler eingestellt.
Die Möglichkeiten, seine Sachen einzutauschen weiterzuverwenden um Lebensdauer und ökologischen Fußabdruck zu erhöhen sind vielfältig und machen oft Spass. Speziell für Kleidung gibt es noch den Kleiderkreisel, auch ein spannendes Projekt. Was machst ihr mit euren Dingen, die ihr nicht mehr benötigt, Sebastian Backhaus und Katha Beck? Hier kommt das Stöckchen für euch.











Danke Noel, freue mich schon, etwas zu schreiben. schoene gedanken hast du ja schonmal aufgeworfen. den unterschied zw eigentum und besitz hatte ich so zum beispiel noch nicht betrachtet. danke. herzlich, katha
Danke für das Stöckchen. Meine Ideen dazu habe ich hier beschrieben: http://www.sebastianbackhaus.de/2010/11/08/stoeckchenwurf-zum-thema-recycling-von-netcycler/
[...] ein Kettenbrief unter Bloggern zu einem bestimmten Thema, die ganz korrekte Beschreibung gibt es hier – und auch was Noel dazu geschrieben [...]
Und meinen gibt es nun hier.
Sogar mit angefragter Liste.
Liebe Grüße!!
[...] Noel Klein Reesink [...]
[...] KarmaKonsum [...]
[...] KarmaKonsum [...]
[...] gab eine ganze Reihe unterschiedlicher Blogposts. Karmakonsum hat über stilvolle und nützliche Weiterverwendung berichtet während Sebastian Backhaus [...]