
Gastbeitrag von Silke Peters:
Auch wenn es in diesen Tagen schwer fällt an etwas anderes als Japan und Libyen zu denken, halte ich diesen Aufruf für sehr wichtig – und offensichtlich braucht er auch noch dringend Unterstützung. Auf dem Weltsozialforum in Dakar (Senegal) hat ein breites Bündnis von bäuerlichen Bewegungen, NGOs und kirchlichen Organisationen einen globalen Aufruf gegen den um sich greifenden Landraub erarbeitet.
Laut einer Pressemeldung von ÖBV – Via Campesina Austria und FIAN Österreich verschärft Landraub insbesondere die prekäre Situation von Frauen: In den Ländern, in denen Hunger und Unterernährung an der Tagesordnung sind, sind 70 % der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte Frauen. Sie produzieren rund 80% der Nahrung. Trotz dieses hohen Beitrags besitzen viele Frauen kein eigenes Land und haben nur beschränkten Zugang zu produktiven Ressourcen wie Land, Wasser und Saatgut.
“Jüngste massive Landnahmen an Millionen Hektar Land durch private GroßinvestorInnen oder Drittstaaten verschärfen den ohnehin schon ungleichen Zugang von Frauen zu Land. Durch 99-jährige Pachtverträge wird der Zugang zur Existenzgrundlage zukünftiger Generationen nachhaltig verbaut”, so Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich.
Land ist von essentieller Bedeutung für die Verwirklichung von Menschenrechten, wie dem Recht sich zu ernähren, auf angemessenes Wohnen und auf Wasser: Umso wichtiger ist es, den unsicheren und ungleichen Zugang zu Land bzw produktiven Ressourcen für Frauen zu überwinden. Schließlich liegt darin eine der strukturellen Ursachen für Hunger und chronische Unterernährung.
Hier geht’s zur Dakar-Erklärung gegen Landraub sowie hier zur Online-Petition (Achtung: nur bis 31. März 2011)













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