
Du bist, was Du isst. Dieses Sprichwort bringt den KarmaKonsum im Ernährungsbereich treffend auf den Punkt. Unsere Ernährung als Ursache unseres Schicksals? Wenn wir auf die individuelle Ebene schauen, gibt es einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen ungesunder Ernährung und dem körperlichen und geistigen Wohlbefinden. Im Ayurveda gilt die Nahrung als Medizin.
Wenn wir mit dieser Haltung Lebensmittel als “Mittler des Lebens” sehen, sollten wir mit ihnen als Quelle von Gesundheit und Energie entsprechend respektvoll umgehen. Und Ihnen mehr Zeit widmen.
Aber wie ist das möglich, in Zeiten einer weltweiten Ernährungsökonomie in denen bei uns Lebensmittel permanent und günstig verfügbar sind? Das Angebot in den Supermarktregalen lässt uns vergessen, dass die Natur mit ihrer Vielfalt regionalen und saisonalen Unterschieden unterliegt. Ein einfacher und sinnvoller Weg, um uns aus dieser denaturierten Sichtweise sich zu befreien, ist das Gärtnern.
Aus meiner Erfahrung als Kleingärtner kann ich nur empfehlen, wieder eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Wenn wir wieder mit unseren eigenen Händen pflanzen und ernten, erhalten wir einen neuen Zugang zu den Lebensmitteln und den komplexen Zusammenhängen in der Natur.
Wir verbinden uns mit der Natur und ihren Zyklen durch diese einfache aber über jahrtausende überlieferten Kulturtechniken. Für mich ist Gartenarbeit Meditation und gelebte nachhaltige Entwicklung zugleich. Das Gärtnern bietet gerade für mich als kreativen Wissensarbeiter Erdung, Entschleunigung und Zugang zu meiner Intuition.
Der Verzehr dieser frischen oder konservierten Lebensmitteln aus dem eigenen Garten erfüllt mich mit Stolz und Demut zugleich. Mir wird bewusst, wie viel notwendig wäre, um davon zu leben, mir wird bewusst, wie viel Wasser in den “Produkten” steckt und mir wird bewusst, welchen energetischen und technischen Aufwand die Konservierung bedarf.
Außerdem bewahrt der Anbau, Verarbeitung und Konservierung der Lebensmittel ein Kulturgut und läßt uns wieder bewusst Brücken zwischen den Generationen bauen. Wissen bewahren und an die nächste Generation weitergeben, das it ein wichtiger Auftrag meiner Gartenarbeit.













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