Nachhaltiges Ressourcenmanagement – der Begriff klingt sperrig und wenig inspirierend. Aus der gegenwärtigen Wachstumsdebatte ist er jedoch mit Blick auf die Senkung des globalen Ressourcenverbrauchs längst nicht mehr wegzudenken. Nachhaltigkeitsstrategien finden zunehmend Eingang in das Unternehmensmanagement. Allein um das „Wie“ wird gerungen. Während viele Unternehmen auf technische Effizienz setzen, werden Suffizienzstrategien in zunehmendem Maße zur strategischen Grundlage von neuen Geschäftsmodellen.
Zu diesem Schluss kommt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie in einem kürzlich veröffentlichten Impulspapier. Die Autoren widmen sich der Frage, wie die unternehmerische Ausrichtung im Sinne eines „Weniger“ oder „Langsamer“ oder einer Fokussierung auf Regionalität Eingang ins Management finden können. Anhand von Beispielen von Großunternehmen und Aktiengesellschaften bis zu Familienbetrieben und neuen Unternehmensformen erläutern die Autoren Erfolgsfaktoren suffizienzorientierter Geschäftsmodelle vor dem Hintergrund der Marktentwicklung der jeweiligen Branche. Entschleunigung, Entflechtung, Reduktion sind dabei unternehmerische Leitmotive.
Es ist ein interessanter Beitrag zur Debatte um die Grenzen des Wachstums. Denn letztlich geht es nicht nur um neue „grüne“ Geschäftsmodelle. Wirklich spannend ist doch die Frage, wie sich bisherige, „klassische“ Geschäftsmodelle nachhaltig transformieren lassen.














Letzte Kommentare