Was sagt ein Preis einer Ware oder Dienstleistung über den Wert aller entlang der gesamten Produktionskette entstandenen umweltrelevanten und sozialen Kosten aus? Wie viel Anbaufläche braucht man für die Produktion eines T-Shirts? Welche Sozialkosten fallen dabei an? Wie werden die Kosten für entstandene Umweltschäden in einer Bilanz bewertet? Welche Nutzen lassen sich aus den so genannten externen Effekten ziehen? Eine solche Vollkostenrechnung ist noch Zukunftsmusik. Die monetäre Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen steckt noch in den Kinderschuhen. Bislang fehlt es an allgemein anerkannten Methoden, Verfahren oder gar Standards.
Jetzt will der Rat für Nachhaltige Entwicklung die Debatte darüber anschieben und hat einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Gesucht werden Praxisbeispiele für die vollständige Berücksichtigung aller Kosten in der Unternehmensbilanz und Denkanstöße für eine nachhaltige Unternehmensführung. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 15. Februar eingereicht werden. Angesprochen sind Wissenschaftler, Studierende, Selbstständige, Unternehmer und deren Mitarbeiter. Eine eigens berufene Steuerungsgruppe aus Wissenschaft und Praxis wählt die 10 besten Ideen zur Präsentation am 26. April 2012. Wer bei der Veranstaltung überzeugt, darf seine Ideen auf der RNE-Jahreskonferenz im Juni mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutieren.
Für das Projekt hat der Nachhaltigkeitsrat eigens den Puma-Verwaltungsratsvorsitzenden Jochen Zeitz in seine Mitte berufen. Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Sport- und Lifestyle-Gruppe hat bei Puma die weltweit erste ökologische Gewinn- und Verlustrechnung eingeführt.
Foto: © Rat für Nachhaltige Entwicklung














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