
Gestern sprach ich mit Axel Meyer, dem Initiator des Aromatherapie-Projektes Dufte Schule über die Erfahrungen von Aromatherapie in Schulen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der weltweit größten Aromatherapiestudie stehen die Ergebnisse fest. Die Ergebnisse bezüglich der gesteigerten Konzentrationsfähigkeit überraschten nicht das gesamte “Dufte Schule” Team, sondern auch Lehrer, Schüler und Eltern.
Hinweis: Das Projekt Dufte Schule kann im Rahmen der nächsten KarmaKonsum Konferenz live erlebt werden. Wir werden gemeinsam mit Taoasis die Konferenzräume leicht mit den ätherischen Ölen der Duften Schule beduften und sind darauf gespannt, wie sich die Atmosphäre verbessern wird. Das Taomobil, ein mobiles Duftkino, wird während der Konferenz auf dem Börsenplatz stehen.
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Hallo Christoph,
ich finde es schon überraschend, dass jetzt nicht nur z. B. Verkaufsräume des Einzelhandels beduftet werden (Stichwort Kaufstimulation), sondern auch schon Schulen (zum Podcast will ich mich hier nicht äußern) und Konferenzen. Noch dazu eine Nachhaltigkeitskonferenz.
Warum springst jetzt auch Karmakonsum auf diese Modewelle auf? Naheliegend wäre für mich eher das Bestreben nach reiner guter Luft – ohne Zusatzstoffe. Du wirst vielleicht sagen: Aber die Düfte basieren ja auf natürlichen Substanzen. Das dient zumindest häufig das Argument auf solche Einwände. Ich sage: Vielleicht sollten sich alle Duftbegeisterten mal klarmachen, dass diese natürlichen Substanzen in gegenüber der Natur vielfacher Konzentration (sicherlich Faktor 100, wenn nicht 1000) vernebelt oder verdampft werden – worauf der menschliche Körper ja nun nicht angepasst ist.
Das mag in den meisten Fällen nicht oder nicht gleich zu Unwohlsein führen. Aber es gibt diese Unverträglichkeiten und es gibt sie immer öfter (die Frage nach dem Grund führt hier zu weit, wäre aber interessant). Warum wird also bei so einer öffentlichen Veranstaltung in Kauf genommen, dass Teilnehmer sich unwohl fühlen oder Schlimmeres?
Und was eine möglicherweise stimmungsverändernde, stimulierende Wirkung betrifft: So was nennt man gemeinhin Droge. Jetzt haben Drogen durchaus auch was Positives. Aber ich möchte bitteschön selbst entscheiden, wann ich welche nehme. Die Beduftung in öffentlichen Räumen kann ich daher nur als Entmündigung auffassen, und, bei der zunehmenden Zahl an Allergikern und Duftstoffsensiblen, als Fahrlässigkeit gegenüber der allgemeinen Gesundheit.
Für mich sind solche Entwicklungen nicht nur erschreckend, sondern im konkreten Fall auch enttäuschend (weil ich es nicht erwartet hätte) und ein Grund der nächsten Karmakonsum-Konferenz fernzubleiben.
Mit besten Grüßen
Frank
(einer der vielen Duftstoffsensiblen)