GreenCamp 2012: Vorschlag 48

Ist der Nachhaltigkeitsbegriff in der (Kommunikations-)Krise?

Workshopleiter: Christian Möller

Ob Occupy-Bewegung, Energiewende oder Artensterben: noch nie war der Nachhaltigkeitsbegriff aktueller, wichtiger und besser verankert in der Bevölkerung denn je. Große Teile der Gesellschaft stimmen mittlerweile der Aussage zu, dass eine nachhaltigere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung notwendig ist. Trotz dieser Entwicklungen gibt es die Tendenz, dass Nachhaltigkeit von vielen Menschen in Politik und Wirtschaft als reines „Buzzword“ betrachtet wird. Eine aktuelle Debatte zur „Nachhaltigkeitslüge“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung spiegelt diese Entwicklung wider. Hinzu kommt das Phänomen, dass große Unternehmen mittlerweile stark das Thema Nachhaltigkeit besetzen und die Umweltbewegung sich im E insatz für einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit verzettelt.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sollen in dem Workshop die Anforderungen an eine gute Nachhaltigkeitskommunikation in Wirtschaft und Gesellschaft skizziert werden. Was unterscheidet die Kommunikation von Nachhaltigkeit von anderen Themen? Was ist das spezifische der Nachhaltigkeitskommunikation? Im Anschluss werden aktuelle Beispiele neuer und innovativer Nachhaltigkeitskommunikation vorgestellt. Hat Harald Welzer möglicherweise Recht, wenn er sagt der Nachhaltigkeitsbewegung fehle die Geschichte, die „große Erzählung“, die uns hilft uns über die Notwendigkeit von tiefgreifenden Veränderungen zu verständigen. Wo und wie kann Nachhaltigkeitskommunikation möglicherweise helfen diese Narrative beizusteuern?

Der Workshop wird von Christian Möller, Dr. Claudia Bartels und Jolanta Jasina angeboten, die Sozial-,
Umwelt- und Politikwissenschaften studiert haben und bei IFOK GmbH tätig sind.

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