Impressum | Datenschutzerklärung

Ökostrom aus dem Fitness Center

green_gym.png

Menschliche Bewegungen können Strom erzeugen, darüber haben wir ja schon im Zusammenhang mit dem Eco-Dance-Club in Rotterdam berichtet. Hier eine neue coole Idee aus den USA:

Wie die NY-Times berichtet, gibt es in den USA eine Fitness-Center-Kette Green Microgym, die ihre Heimtrainer an Dynamos anschließen und so Strom erzeugen. Wie viel Strom dadurch genau erzeugt werden kann, erfahrt man in dem Artikel nicht wirklich.  Es wird auf einen kalifornischen Freak verwiesen, der durch sein Training seinen Laptop, Handy und diverse Elektrogerate ladt.

In guter amerikanischer Manier sagt der Gründer der Fitnesskette “It’s cool, fun stuff and an excellent workout“.

Ich meine: Das gibt dem Workout doch eine sinnvolle und soziale Dimension.

via: treehugger.com

9 responses to “Ökostrom aus dem Fitness Center”

  1. oliver

    Hab den Artikel jetzt nicht gelesen, vielleicht machen die da ja sogar aber es ware doch mal ein cooles Konzept, wenn die Studios den Strom weiterverkaufen und die Mitgliedschaft dafür umsonst ist. Das ware mal ein echter Renner. Oder es gibt ein Bonusprogramm, wonach die Mitglieder bei so und so viel Watt einen Ermaßigung oder einen Gutschein bekommen…..nur mal so daher gedacht. 😉

  2. Swantje

    Sooo simpel und dennoch sooo effektiv!
    Warum gibt es sowas nicht in Deutschland, wo Deutschland in den Medien doch als der! Öko-Vorreiter tituliert wird?

  3. zorro

    ich propagiere einen erlass, dass fernsehenschauen ab sofort nur noch mit selbsterzeugtem strom zulässig ist. die hometrainer-flatscreen-kombi wird der renner auf der nächsten internationalen funkausstellung . . .

  4. Pabst

    Ich schmeiß mich ja so ein bisschen weg. Eigentlich eine so simple und geniale Idee. Ein Problem dürfte nur sein, dass ja nciht durchgängig die selbe Leistung erbracht wird. Da gibt es ja Schwankungen, aber man könnte natürlich einfach denen die zu ungewöhnlichen Zeiten Trainieren billigere Angebote machen. Und bestimmt zahlen die Stromanbieter auch unterschiedlich viel. Gerade bei uns ist ja eine Welle von Öko-Anbietern ausgebrochen. Da muss das Studio dann nur einen Stromanbieter Vergleich machen und schauen wo sie mehr Kohle bekommt. Und schon kann sie das an die Kunden weitergeben und es entstehen Radelkommunen 😉
    OK ich verrenne mich da in was ;).

  5. Eric

    Mhmm ob man dass zu hause nachbauen kann. Habe doch auch einen Heimtrainer ^^. Es würde ja sogar reichen, wenn ich während des Radfahrens meinen Fernseher parallel damit betreiben kann. Das spart ja auch ein bisschen was und ich kann den Stromanbietern die lange Nase zeigen.

  6. julia

    LOL. Das ist ja mal cool. Ammis halt. Haben null Interesse an Ökostrom, aber wenns ums Workout geht, sind sie voll dabei. Man sollte halt nicht nur die Stromanbieter vergleichen, man kann auch meist ordentlich den Stromverbrauch senken. Ich guck gleich mal bei Pearl. Die haben sowas bestimmt schon im Angebot..

  7. LiSa

    Deshalb ist Ökostrom also so billig 😉 Der Ökostrom Preisvergleich gibt erstaunlich günstige Preise für Ökostrom aus. Bin etwas träge 😉 , aber zumindest kann man dann doch günstigen Ökostrom beziehen..

  8. Samy

    Tja, ich würde jetzt ja gerne darüber lachen, wie naiv die Leute hier sind, aber ehrlich gesagt ging es mir auch nicht viel besser: die Idee hat mein lieber alter Vater (heute 73 und kein Ingenieur) schon vor über zehn Jahren gehabt. Er und ich haben uns immer gewundert, wieso man sowas Einfaches nicht schon längst in die Tat umgesetzt hat.
    Erst im Studium (Elektrotechnik, Teilbereich Stromerzeugung) hab ich dann gelernt, dass sich das aus verschiedenen Gründen nicht wirklich lohnt: zum einen ist da das Problem, das Pabst schon angesprochen hat mit der Schwankung – er meint zwar wohl die zeitliche Schwankung beim Aufkommen der Trainierenden, aber generell ist das Problem gravierender, wenn man bedenkt, daß zum Beispiel gerade ein Fernseher eben eine konstante Spannung benötigt und der Strom auch eine möglichst fixe Frequenz haben sollte. Das kann ich mit einem Dynamo ziemlich schnell vergessen. Die Geräte die dann notwendig würden, um den Strom zu richten, sind nicht nur sehr teuer sondern auch sehr verlustlastig.

    Nicht zuletzt vernachlässigen wir bei einer solchen Idee mal ganz gerne, was wir eigentlich tatsächlich an Strom verbrauchen und wieviel Watt wir innerhalb einer Stunde erzeugen können nur mal als Beispiel: eine Glühbirne verbraucht 60 Watt, das heißt, sie verbraucht in einer Stunde 60 Watt-Stunden: 60 Wh oder in einer Sekunde eben 60 Ws. Eine Ws entspricht etwa, wenn ich eine Tafel Schokolade (100 Gramm) einen Meter hoch hebe: also für meine eine Sekunde Licht müßte ich also 6000gr einen Meter hoch heben – für jede Sekunde Licht also 6 Kilo einen Meter hoch (keine Sorge – die Halle muß deshalb nicht besonders hoch werden, es würde ja auch Strom beim Absenken erzeugt, aber die Arbeit wäre die gleiche: wir müßten also beim Absenken die gleiche Kraft aufwenden, wie beim Hochheben, damit die gleiche Energie erzeugt wird). Für eine Stunde Licht hätte man also die 6 Kilo bereits auf 3600m Höhe geschafft. Wer schonmal einen Getränkekasten in den 3. Stock geschleppt hat, kann sich in etwa vorstellen, wie realistisch das ist.

    Diese Rechnung geht aber davon aus, daß die Herstellung nicht verlustbehaftet ist: bei einer guten Energieerzeugung (wer in der Schule aufgepasst hat weiß, daß es sich nur um eine Energieumwandlung handelt) gehen immer noch über 60% der eingesetzten Energie verloren (Kraftwerk). Bei einer schlechten Energieumwandlung entsprechend mehr. Also sollten wir nochmal was drauflegen.

    Jetzt haben wir also (vermutlich mit unseren 9 sportlichen Kumpels) es geschafft, die Lampe 1h Stunde lang am Brennen zu lassen (60Wh). Die Kilowattstunde kostet etwa 20 Cent. Also müssen ich und meine 9 Kumpel jetzt das Ding nur noch 16 weitere Stunden am Brennen halten und dann haben wir tatächlich 20 Cent gespart.

    😀

    Hier die Vergleichswerte:

    1 Joule (J) kann
    eine Tafel Schokolade (100 Gramm) einen Meter in die Höhe heben.

    1 Kilowattstunde (kWh) kann
    eine Tonne Stahl 367 Meter hoch heben
    einen PKW (eine Tonne) auf 60 km/h beschleunigen
    ein Bügeleisen mit 1000 Watt eine Stunde lang erhitzen
    einen Fernseher mit 80 Watt 13 Stunden lang betreiben
    eine Glühbirne mit 60 Watt 17 Stunden lang erleuchten
    eine Energiesparlampe mit 12 Watt 83 Stunden lang erleuchten
    einen Menschen eine Stunde lang Sport betreiben lassen

    So schön es klingt: es ist leider nur eine lustige Idee zur Gewissensberuhigung, denn alleine die Herstellung des Fitnessstudios dürfte mehr Energie verbrauchen, als damit jemals hergestellt würde 🙁 (behaupte ich jetzt einfach mal – das hab ich jetzt nicht nachgerechnet)

  9. Chris

    Wäre auch zu schön gewesen. 😉

Leave a Reply

KarmaKonsum Newsletter abonnieren! harrach.com
Ihr kostenloser Yoga-Übungsplan