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The Case for Sustainable Fashion

Gastbeitrag von Jana Kern (Fortsetzung von “The Case for Sustainable Fashion“)

„Responsible Processing“, so lautet der Titel des Vortrags von Peter Johnson, Product Stewart vom Chemiehersteller Huntsman. Was hat ein Chemiehersteller auf einem Seminar zum Thema Nachhaltigkeit verloren?

Wer eine ungefähre Vorstellung davon hat, wie viele Chemikalien in einem Kleidungsstück stecken, weiß warum. Natürlich wäre es besser, wenn keine Chemikalien für die Produktion eines T-Shirts benötigt würden. Aber die Realität sieht nun einmal anders aus. Johnson hat ein paar Möglichkeiten vorgestellt, wie man die Prozesse optimieren kann. Am meisten Potenzial steckt beim Färben und Veredeln.

Das sind nämlich aus Umweltgesichtspunkten die „dreckigsten“ Produktionsschritte, so Johnson. Betrachtet man ein Textil aus Baumwolle, dann ist auch der Baumwollanbau höchst kritisch. Hier ist der Bio-Baumwollanbau eine Alternative, wenngleich das die riesigen Mengen an Wasser, die eine Baumwollpflanze benötigt – ob bio oder nicht –, nicht mindert. Bei den Färbeprozessen lassen sich durch eine veränderte Rezeptur der Chemikalien u.a. große Wassereinsparungen erzielen.

Bei konventionellen Färbeprozessen werden für ein Kleidungsstück laut Johnson etwa 72 bis 96 Liter pro kg benötigt. Bei einer Optimierung liegt der Wasser-Fußabdruck nur noch bei 25 bis 30 Liter pro kg, das ist weniger als die Hälfte. Johnson: „Wenn alle Textilproduzenten in Bangladesch ihre Prozesse dementsprechend umstellen würden, dann würden den Menschen vor Ort pro Tag 1,3 Liter zusätzliches Trinkwasser zur Verfügung stehen.“

Um ehrlich zu sein, war der Vortrag eine ziemliche Werbeveranstaltung für Huntsman. Die Zahlen zum Thema Wasser und die Charts zum Umwelteinfluss der verschiedenen Produktionsstufen in der Textilproduktion fand ich trotzdem interessant.

One response to “The Case for Sustainable Fashion”

  1. Erfinderladen Berlin » Blog Archive » BerliNordik 2010- Eco-Design aus Berlin und den nordischen Länder - Die Innovation greifbar machen

    […] Denn nicht nur in Sachen Sport-Import sind die Nordischen Länder wegweisend sondern auch beim Thema Nachhaltigkeit ist man in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland der restlichen Welt ein Stück voraus. Kein […]

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