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4 responses to “KarmaKonsum Podcast: Gedanken in Zeiten der Krise(n)”

  1. Lars

    Sehr interessantes Gespräch. Ich stimme Johannes Heimrath in Vielem zu. Eine Transformation konventioneller größerer Unternehmen halte ich auch für kaum nmöglich. Zumindest in der Kürze der Zeit, die uns für eine Nachhaltikeitswende noch bleibt.

    Gegen ein freiwilliges Umsteuern sprechen auch schlicht die auf kurzfristige Gewinnmaximierung festgelegten Eigentums- und Kapitalisierungsstrukturen. Erst recht bei Börsennotierung.

    Natürlich wäre es denkbar, dass staatliche oder besser internationale und hoffentlich demokratisch abgestimmte Regulierungen alle Marktteilnehmer zu einem weitgehenden Kurswechsel zwingen. An diesem Kurswechsel würden dann sicherlich viele Unternehmen scheitern, aber es würde wenigstens ernsthaft versucht. Eine solche Regulierung müsste jedoch wohl zwangsläufig auch viele Märkte/Produkte schlicht vollständig unterbinden.

    Genau das spricht Herr Heimrath ja auch an. Die Mehrheit der heute produzierten Dinge ist weder nachhaltigkeitsfähig noch überlebenswichtig.
    Die spannende Frage wäre eigentlich, wie wir Unternehmen dabei unterstützen können, die Notwendigkeit ihrer freiwilligen Selbstauflösung zu erkennen 😉

    Weitere Gründe, warum das Umsteuern so schwierig ist, findest du hier:
    http://books.google.com/books?id=iXxTGzNXZxkC&printsec=frontcover&dq=inauthor:%22Jens+Clausen%22&hl=de&ei=PSqgTvmlI9DxsgaIqfWYAw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

    Beispiele für Mitarbeiter, die – teilweise erfolgreich und teilweise nicht – in ihrem Unternehmen kleine ökologische Maßnahmen angeregt haben, habe ich mehrfach bei utopia.de gelesen.
    Realisiert wurden in der Regel nur solche Maßnahmen, die Kosten sparen und dadurch den Gewinn erhöhen…

  2. Daniel

    Hallo Christoph,

    hier findest Du eine logische Argumentation – der ich umfänglich zustimme, warum es in unserem bestehenden System keine Nachhaltigkeit geben wird:
    http://rossner.me/nachhaltigkeit-in-der-marktwirtschaft-eine-un

    LG
    Daniel

  3. knus horlanski

    interessantes interview!

    das problem ist aber vor allem kein inhaltliches, sondern ein methodologisches. das interview ist einfach verkehrt geführt worden. entweder ist man in seiner diss schon weiter, und hat im zuge des forschungsprozesses eine wortwahl gefunden, die „innovation“, „motivation“ oder andere kategorien differenziert begründet und im kernbereich unantastbar macht. und man hat vor allem interviewpartner, die diese semantik anerkennen, oder die möglichkeit haben sie nachzuvollziehen.

    oder man ist halt noch nicht so weit, und ist eher auf themeneingrenzung u. exploration angewiesen.

    in jedem fall würde ich aber vermeiden, direkt zu beginn mit abstrakten und komplexen fragen aufzuschlagen. das ist in etwa so, als würde man im fünften gang anfahren.

    davon abgesehen halte ich den hier angestrebten bewusstseinswandel in (!) globalen konzernen für eine vollkommene utopie, eine, die sogar noch utopischer ist als das absterben des kapitalismus und die einführung von sozialismus o.ä. insgesamt. es sei denn natürlich, chinesen, brasilianer oder inder neigten in gleichem maße zur verbesserung der welt über nachhaltigen konsum. aber das scheint mir doch arg weit hergeholt.

    die einzige rettung für die welt ist nicht das e-bike, sondern lowtech, handwerk und lokal angepasste handlungsstrategien. für sowas braucht man aber weder großunternehmen, noch die produkte, die sie herstellen.

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